Die Aufgaben des Bundesamts für Informatik (BIT) und der Führungsunterstützungsbasis der Armee (FUB) gleichen sich heute. Sie sind im Prinzip dafür zuständig, den Angestellten Geräte zur Verfügung zu stellen sowie Fachanwendungen, Plattformen und Netze zu betreiben. Bisher erledigte das BIT diesen Job für die Bundesverwaltung; die FUB für die Armee.
Das ändert sich jetzt: Der Bundesrat entflechtet die bisherigen Aufgaben der FUB. Demnach werden militärisch nicht einsatzkritische IKT-Leistungen – das heisst die Verwaltungsinformatik – künftig durch das BIT betrieben. Militärisch einsatzkritische IKT-Leistungen, wie zum Beispiel der Betrieb der Rechenzentren des Militärdepartements, wird durch das neu geschaffene Kommando Cyber erbracht. Die FUB gibt es nicht mehr, wie ein Sprecher des VBS gegenüber inside-it.ch bestätigt.
340 Mitarbeitende wechseln von der FUB ins BIT
Den Auftrag zu dieser Entflechtung hat das VBS in Zusammenarbeit mit dem EFD gefasst. Der Bundesrat erhofft sich davon Synergie- und Skaleneffekte, beispielsweise bei der Lizenzbeschaffung. Zudem erhöhe sich die Sicherheit der Systeme, da sich die Armee in Zukunft auf die einsatzkritischen Leistungen fokussieren könne, heisst es in einer Mitteilung des Bundesrats.
Das Vorgehen ist bereits geregelt: Zunächst werden die gesamten IKT-Leistungen der FUB – "mit Ausnahme von einigen sicherheitsrelevanten Systemen" – ins BIT überführt. Die für den Betrieb erforderlichen rund 340 Mitarbeitenden der FUB erhalten neue Arbeitsverträge als Offerte und können per Januar 2024 ins BIT übertreten.
Cyberkommando ab 2024 operativ
Parallel dazu wird eine Plattform aufgebaut, auf welcher künftig das Kommando Cyber die einsatzkritischen IKT-Leistungen für Armee und zivile Stellen mit erhöhtem Sicherheitsbedarf betreiben wird. Sobald diese bereit ist, wird auch der Betrieb der einsatzkritischen IKT-Leistungen überführt.