IT-Woche: Keine gute Woche für den IT-Journalismus

3. Februar 2023 um 16:26
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Foto: Sergey Zolkin / Unsplash

Bei der 'Computerworld' wurde ein folgenschwerer Fehlentscheid getroffen.

Es gibt nicht viele IT-Fachpublikationen in der Schweiz und auch nicht viele IT-Journalistinnen und -Journalisten. Die Branche ist klein, man kennt sich, schätzt sich und respektiert sich – zumindest ich sehe das so.
Was diese Woche bei den Kolleginnen und Kollegen der 'Computerworld' passiert ist, hat mich schockiert. Die ohnehin schon unterbesetzte Redaktion wurde auf einen Schlag halbiert – aus Spargründen. Zwei der erfahrensten IT-Journalisten der Schweiz wurden vor die Tür gestellt.
Die verbliebenen Journalisten der CW-Redaktion sind nicht zu beneiden, sie müssen nun zu Dritt das machen, was vorher schon zu Fünft nur knapp möglich war: Regelmässig ein Printmagazin herausbringen und eine Website mit News füllen. Hinzu kommen mehrere Sonderausgaben, die ohne das Know-how der beiden kaum produzierbar sind. Was für ein folgenschwerer Fehlentscheid für die Zukunft des Magazins.
Es tut mir enorm leid für die beiden Kollegen und für die ebenfalls entlassene Redaktionsassistentin, die ich alle kenne und schätze. Und es tut mir auch sehr leid für die 'Computerworld' an sich, die durch dieses nun fehlende Know-how enorm an Qualität einbüssen wird.
Es gibt nicht viele IT-Fachpublikationen in der Schweiz und ich hoffe sehr, dass es bald nicht noch eine Fachpublikation weniger gibt. Zwei IT-Journalisten hat die Schweiz, zumindest vorübergehend, schon verloren. Es war definitiv keine gute Woche für den IT-Journalismus.
Ich wünsche allen, die ihre Stelle verloren haben, dass sie den Mut nicht verlieren. Und alles Gute.

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