Microsoft profitiert vom KI-Boom, wie die Ergebnisse des zweiten Geschäftsquartals zeigen. Der Umsatz stieg um 18% auf 62 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte um ein Drittel zu und belief sich auf fast 22 Milliarden Dollar.
Für die Sparte "Intelligent Cloud" weist Microsoft ein Wachstum von 20% auf fast 26 Milliarden Dollar aus. Laut Finanzchefin Amy Hood stiegen die Azure-Einnahmen um 30%. Ein Fünftel dieses Wachstums sei auf KI-Anwendungen zurückzuführen.
Microsoft profitiert von KI-Euphorie
CEO Satya Nadella sagte: "Wir sind davon abgekommen, nur über KI zu reden. Stattdessen verwenden wir KI jetzt in grossem Umfang. Indem wir KI auf allen Ebenen unseres Tech-Stacks einsetzen, gewinnen wir neue Kunden und tragen dazu bei, neue Vorteile und Produktivitätssteigerungen in jedem Sektor zu erzielen." Dank der KI-Euphorie ist Microsoft mit einem Börsenwert von mehr als 3 Billionen Dollar aktuell das wertvollste Unternehmen der Welt.
Microsoft hat viel Geld in die KI-Firma OpenAI investiert und hat die Technologie in verschiedene Softwareprodukte integriert. Dies beschäftigt mittlerweile die Wettbewerbshüter. So
haben die EU und die britischen Aufsichtsbehörden Untersuchungen angekündigt.
Office im Plus, weniger Hardware
Für seine Office- und Dynamics-Sparte "Productivity and Business Processes" weist Microsoft einen Umsatz von 19,3 Milliarden Dollar aus, 13% mehr als im Vorjahr. Besonders stark gewachsen ist laut Microsoft der Umsatz mit Dynamics 365.
Um 9% rückläufig hingegen war der "Devices"-Umsatz, wozu die Surface-Geräte, aber auch Zubehör sowie die Hololens gehören. Insgesamt verbuchte der US-Konzern in der Sparte "More Personal Computing" aber ein Wachstum von 20%. Stark entwickelt hat sich das Xbox-Segment.
Nach dem Abschluss der
Übernahme von Activision Blizzard ist der Gaming-Bereich mit einem Quartalsumsatz von gut 7 Milliarden Dollar zur drittgrössten Sparte von Microsoft angewachsen.
(Mit Material von Keystone-sda)