Killt ChatGPT 300 Millionen Arbeitsplätze?

30. März 2023 um 15:45
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Foto: Juliana Kozoski / Unsplash

Eine Analyse von Goldman Sachs sorgt für Aufregung: KI soll zu Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt führen. Es ist nur die neuste in einer ganzen Reihe von Dystopien.

ChatGPT und seine KI-Kollegen könnten 300 Millionen Arbeitsplätze weltweit vernichten. Das sagen zumindest Ökonomen der Grossbank Goldman Sachs. Es ist die neuste bedrohliche Zahl in einer Abfolge von Zukunftswarnungen vor der Automatisierung.
Dystopische Zukunftsszenarien zu den Auswirkungen der neusten Welle der Automatisierung haben spätestens Konjunktur seit Wissenschaftler der Universität Oxford 2013 prognostizierten, dass die Digitalisierung in den USA fast die Hälfte der Arbeitsplätze kosten würde – und damit für Aufregung in der Öffentlichkeit und Kritik von Forscherkollegen sorgten.
Laut Goldman Sachs soll insgesamt rund ein Viertel der Arbeitsaufgaben in den USA und Europa durch KI-basierte Automatisierung überflüssig gemacht werden können. Die Forscher fürchten ernste Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt. Am stärksten gefährdet sind laut Goldman Sachs administrative und juristische Aufgaben.
Zugleich sollen rund um KI-Systeme neue Arbeitsplätze entstehen und wegen höherer Produktivität die Wirtschaft schneller wachsen. Die Ökonomen räumen aber ein, dass sich der Zeitpunkt des Booms der Arbeitsproduktivität nur schwer vorhersagen lasse. Im Falle von Elektromotoren und PCs habe dieser 20 Jahre nach dem technologischen Durchbruch begonnen, sei dann aber erheblich gewesen.
Unter dem Strich steht aber ein Fragezeichen: In den 9 Szenarien der Ökonomen variiert vor allem die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz, aber auch andere Faktoren wie die Adaption der Technologie lassen sich nur schwer vorhersagen. "Unsere Schätzungen unterstreichen das enorme wirtschaftliche Potenzial der generativen KI, wenn sie hält, was sie verspricht", heisst es dann auch unbestimmt zum Abschluss des Papers.

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