Kudelski schreibt weiterhin Verluste

24. August 2023 um 09:17
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Der Schweizer Hauptsitz von Kudelski in Cheseaux-sur-Lausanne. Foto: Kudelski Group

Trotz Umsatzsteigerungen in Cybersecurity und Internet of Things, verliert das Unternehmen im Hauptgeschäft mit Verschlüsselungstechnologie für digitales Fernsehen.

Der Verschlüsselungs- und Security-Anbieter Kudelski hat ein schwieriges erstes Halbjahr hinter sich. Der Umsatz nahm nur minimal zu und unter dem Strich resultierten wieder rote Zahlen. Die Ziele für das Gesamtjahr gelten aber weiterhin.
Der Umsatz von Kudelski kam im 1. Semester 2023 bei 339,9 Millionen US-Dollar zu stehen, was einem Plus von 2,1% entspricht. Das Hauptproblem der Westschweizer Gesellschaft ist, dass das Hauptgeschäft mit Verschlüsselungstechnologie für digitales Fernsehen schrumpft (-18%). Der Bereich leidet laut eigenen Angaben vor allem unter der negativen Entwicklung bei Hardware-Investitionen. Der Trend geht immer mehr in Richtung internetbasierte Technologien.
Die Bereiche Public Access (+15%) sowie die kleinen Segmente Cybersecurity (+21%) und Internet of Things (+96%) verzeichneten zwar ein eindrückliches Wachstum. Diese Geschäftsfelder sind aber deutlich kleiner und vermochten den Einbruch im Hauptgeschäft nur gerade etwas mehr als auszugleichen.
Die Bereiche Cybersecurity und IoT sind ausserdem nicht profitabel. In der Folge kam das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) im negativen Bereich bei minus 3,5 Millionen zu liegen. Unter dem Strich schrieb Kudelski einen Verlust von 28,5 Millionen Dollar, nachdem im Vorjahr ein Fehlbetrag von 21 Millionen resultiert hatte.
Mit den ausgewiesenen Zahlen hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten beim Umsatz gut erfüllt, beim Ebitda hingegen verfehlt.

Jahresziele bestätigt

Für das laufende Jahr erwartet Kudelski trotz des schwierigen ersten Halbjahres weiterhin ein Wachstum des Umsatzes und einen EBITDA zwischen 40 und 60 Millionen Dollar. Für das wichtige TV-Segment erwartet Kudelski im zweiten Halbjahr eine Verbesserung beim Umsatz im Vergleich zum ersten Halbjahr. Dies werde auch zu einem Sparten-EBITDA führen, der über dem ersten Semester liege. Jener aus dem Jahr 2022 sei in diesem Bereich aber nicht zu erreichen.
Wachstumstreiber sollen weiterhin Public Access, IoT und Cybersicherheit bleiben. So sollen sich die IoT-Umsätze bis Ende Jahr mehr als verdoppeln, auch im Segment Cybersicherheit sollen die Umsätze im zweistelligen Prozentbereich zunehmen. Zusätzlich soll in diesen Segmenten aber auch die Profitabilität verbessert werden.

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