Der Luzerner Kantonsrat hat Natascha Ofner-Venetz nur neuen Datenschutzbeauftragten des Kantons gewählt. Sie wird ihre Stelle am 1. Mai 2025 in einem 100%-Pensum antreten. In dieser Rolle folgt Ofner-Venetz auf Matthias Schönbächler, der die Datenschutzaufsicht ab Dezember 2018 in einem 50%-Pensum geleitet hat und sich künftig auf seine Tätigkeit als Rechtsanwalt konzentrieren wird.
Natascha Ofner-Venetz verfüge über einen breiten juristischen Horizont, der vom Sozialversicherungsrecht über den Kindes- und Erwachsenenschutz, das Baurecht und das Fürsorgerecht bis hin zum Staats- und Verwaltungsrecht reicht, heisst es in einer Mitteilung.
Sie hat ihren Mastertitel im Jahr 2006 an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern erworben und Nachdiplom-Ausbildungen in den Bereichen Datenschutz und Mediation absolviert. Seit 2022 ist Ofner-Venetz als juristische Mitarbeiterin der Beauftragten für Öffentlichkeit und Datenschutz des Kantons Aargau tätig. Zuvor war sie unter anderem am Verwaltungsgericht Schwyz sowie beim Strassenverkehrsamt des Kantons Aargau tätig.
Die Datenschutzbeauftragte ist einerseits dafür zuständig, die Einhaltung der Datenschutzvorgaben in den Verwaltungen des Kantons und der Gemeinden zu überwachen. Andererseits berät sie Verwaltungsmitarbeitende in datenschutzrechtlichen Belangen und erteilt Privatpersonen Auskunft über ihre Rechte.
In Luzern stehen 310 Stellenprozent für die Datenschutzaufsicht zur Verfügung. Der Personalbestand wurde in den vergangenen Jahren ausgebaut, zuletzt Anfang 2024 um 60%. Dies reiche aber nicht aus,
erklärte Matthias Schönbächler anlässlich seines letzten Tätigkeitsberichts. Es sei aktuell nicht möglich, alle Anfragen abzuschliessen. Bis 2028 seien deshalb zusätzliche 110 Stellenprozente nötig.