Mehr Wettbewerb bei Schweizer Datentransfers

5. Juni 2026 um 11:16
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Foto: Hostpoint

Die Schweizer Bevölkerung und auch die Unternehmen bevorzugen seit jeher einheimische IT-Lösungen. Bei Datentransfers für sensible Informationen gibt es nun eine Alternative.

Der Ruf nach digital-souveränen Informatiklösungen wird in der Schweizer Bevölkerung und den einheimischen Unternehmen lauter. Der Internet-Provider Hostpoint will dem Ruf mit einem neuen Datentransferdienst gerecht werden, wie er mitteilt.
Das Unternehmen hat sich vor dem Verkaufsstart des Dienstes in der Bevölkerung umgehört. In einer beauftragten Umfrage des Marktforschungsinstituts Intervista geben 78% der Befragten an, dass die Datenspeicherung in der Schweiz für sie eher wichtig ist. Mit zunehmendem Alter der Befragten steigt der Anteil noch deutlich an.
Die Lösung "File Express" basiere auf einer bewährten Lösung der Hostpoint-Tochter Swiss Cyber Gate. Die bestehende Anwendung sei zu einer neuen Web-App mit zusätzlichen Funktionen und einer anwenderfreundlichen Benutzeroberfläche weiterentwickelt worden, erklärt der Provider.
Die Datenvolumen für kostenfreie und bezahlpflichtige Transfers sowie die Preispläne für den Einsatz in beispielsweise Anwaltskanzleien, Fotostudios oder Ingenieurbüros sind mit denen der Wettbewerber vergleichbar. Swisstransfer des Genfer IT-Dienstleisters Infomaniak ist seit 2019 auf dem Markt, der niederländische Marktführer Wetransfer noch zehn Jahre länger. Er nutzt allerdings AWS-Ressourcen für Datenspeicherung und -transfer, womit er die Anforderungen an digital-souveräne Dienste hierzulande nur eingeschränkt erfüllt. Webtransfer des Anbieters Sword ist ebenfalls seit 2009 verfügbar, komplett kostenfrei und verspricht die Datenhaltung in der Schweiz.
Update 12.6.: In der Anbieterübersicht im letzten Absatz wurde der Dienst Webtransfer des Unternehmens Sword ergänzt.

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