Meta bietet neue KI-Modelle nicht in der EU an

19. Juli 2024 um 08:29
image
Illustration: Erstellt durch inside-it.ch mit Dall-E / GPT-4o

Grund dafür sind Gesetze der EU, die der Konzern nicht einhalten kann oder will.

Der Nachfolger des KI-Sprachmodells Llama wird Meta nicht in der EU anbieten. Begründet wird dieser Schritt vom Konzern damit, dass die EU-Regulierungsbehörden keine klaren Vorgaben machen würden. Gegenüber dem US-Magazin 'Axios' sagte Meta, dass das "europäische Regulierungsumfeld nicht vorhersehbar" sei.
Eine andere Sichtweise auf die Sachlage ist indes, dass Meta nicht willens oder imstande ist, seine KI-Modelle datenschutzkonform zu trainieren und zu betreiben. Schon im Juni hatte Meta angekündigt, keine Daten von europäischen Facebook- und Instagram-Nutzerinnen und -Nutzern mehr für das KI-Training zu nutzen. Dies geschah jedoch aufgrund einer entsprechenden Aufforderung der irischen Datenschutzbehörde.

Schweizer Unternehmen ebenfalls betroffen

Beides hängt jedoch zusammen: Es geht darum, dass Meta mit dem Training seiner KI-Modelle mit europäischen Nutzerdaten die Europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verletzt. Der Konzern war der Ansicht, dass eine Widerspruchslösung ausreicht, die EU andererseits besteht darauf, dass Nutzer vorab um Erlaubnis gefragt werden.
Schweizer Unternehmen sind davon indirekt auch betroffen – und zwar dann, wenn sie in der EU Produkte und Dienstleistungen anbieten wollen, die auf dem neuen KI-Modell von Meta basieren.

Loading

Kommentare

Anmeldung wird geprüft …

Mehr zum Thema

imageAbo

So will der Bund den Umgang mit KI regeln

Der Bundesrat setzt auf die Umsetzung der KI-Konvention des Europarats. Eine Bestandsaufnahme soll zeigen, wo Behörden mit KI arbeiten und wo Risiken bestehen.

publiziert am 28.10.2026
imageAbo

Illnau-Effretikon vergibt ICT-Aufträge erneut an OBT

Der bisherige Anbieter darf für rund 4,2 Millionen Franken weiterhin das ICT-Outsourcing und den Netzwerkbetrieb für die Stadt verantworten.

publiziert am 28.10.2026
image

Finanzkontrolle stellt Migrationsprojekt schlechtes Zeugnis aus

Die ursprünglichen Kosten für die Erneuerung des Migrationssystems Zemis haben sich laut EFK fast vervierfacht. Dem für die Umsetzung zuständigen Staatssekretariat für Migration fehlt das Personal.

publiziert am 27.10.2026
imageAbo

Bund benötigt mehr Unterstützung für Public Cloud

Dem Bundesamt für Informatik und Telekommunikation fehlen offenbar Ressourcen für das Management der Cloud-Infrastrukturen. Innovation Process Technology soll einspringen.

publiziert am 23.10.2026