Mit dem Programm RZPlus will Meteoschweiz eine ausfallsichere und georedundante ICT-Plattform für den Betrieb der verschiedenen Fachanwendungen aufbauen. Die neue Plattform soll sowohl aus On-Premises- als auch aus Cloud-Leistungen bestehen. Dafür ist Metoschweiz aber
auf externe Dienstleister angewiesen. In einer Ausschreibung hat das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie deshalb nach Anbietern gesucht.
Für die Durchführung der RZ-Erneuerung wurden verschiedene Lose mit den benötigten Profilen ausgeschrieben. Diese Aufträge wurden nun vergeben. Die Zuschläge in Los 1 gehen für 11,8 Millionen Franken an Adesso Schweiz, Ti&m sowie eine Bietergemeinschaft bestehend aus Nuvibit, Bespinian und Peak Scale. Sie können künftig Arbeiten im Bereich Cloud-native Architektur und Development übernehmen.
Millionen für externe Dienstleistungen
In Los 2 wurden insgesamt 7,5 Millionen Franken für AWS Cloud Architektur und Development gesprochen. Hier gingen die Zuschläge an Innovation Process Technology, Tecracer Consulting und Axians Amanox. Los 3 wiederum befasste sich mit Data-Management. Der entsprechende Zuschlag über 14 Millionen Franken ging an Swisscom.
Leistungen für eine Cloud Plattform waren in Los 4 gefragt. Hier konnten sich die Bietergemeinschaft von Nuvibit, Bespinian und Peak Scale genauso durchsetzen wie Innovation Process Technology und Tecracer Consulting. Der Auftrag umfasst einen Gesamtwert von 11,8 Millionen Franken. Insgesamt haben sich vier Unternehmen um einen Zuschlag bemüht.
In Los 5 wurden vier Anbieter berücksichtigt. Für maximal 8,1 Millionen Franken können Innovation Process Technology, Ti&m, Adfinis und Puzzle ITC künftig zum Projekt hinzugezogen werden. Los 7 für Security ging ebenfalls für 5,9 Millionen Franken an Ti&m. Das Unternehmen konnte sich hier gegen vier weitere Bewerber durchsetzen.
Kein genügendes Angebot
Kein Zuschlag erteilt wurde hingegen in Los 6. Hier wurde nach System Engineering Windows gefragt, aber "keines der eingereichten Angebote erfüllte alle Teilnahmebedingungen oder Eignungskriterien oder technischen Spezifikationen". Deshalb konnte dieses Los nicht vergeben werden und die Ausschreibung musste abgebrochen werden.
Insgesamt hat Meteoschweiz Aufträge im Umfang von 59 Millionen Franken gesprochen. Die Leistungen sind allerdings alle optional. Das heisst, dass mit allen Dienstleistern ein Rahmenvertrag abgeschlossen wird, der den Bezug von konkreten Leistungen regelt. Einzelne Aufträge werden dann in Minitender-Verfahren vergeben.