Meteoschweiz hat seine Daten-Spezialisten gefunden

21. April 2023 um 11:09
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Foto: Niklas Ohlrogge / Unsplash

Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie modernisiert seine Data-Architektur und holt dafür externe Hilfe an Bord – für gut 23 Millionen Franken.

Im Zuge der rasant anwachsenden Datenmengen benötigt Meteoschweiz eine neue hybride IT-Architektur. In einer Ausschreibung suchte das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie deshalb externe Dienstleister, mit Know-how in den Bereichen Datentransformation und -integration, Requirements Engineering, IT-Architektur sowie Softwarearchitektur und -entwicklung.
Nun hat Meteoschweiz die Zuschläge erteilt. Insgesamt belaufen sich die Aufträge auf gut 23 Millionen Franken, wobei nicht sämtliche Leistungen bezogen werden müssen. Meteoschweiz rechnet mit einem Bedarf von knapp 150'000 Stunden. 4 Anbieter sind zum Zug gekommen.
  • Das 1. Los mit einem Volumen von 4,3 Millionen sicherte sich Mac Solutions aus Chiasso. Die Firma habe den besten Preis offeriert sowie die qualitativen Kriterien gut erfüllt, heisst es in der Begründung des Zuschlags. Der Auftrag beinhaltet Leistungen, die mit dem Datentransport von meteorologischen und klimatologischen Daten zusammenhängen.
  • 8,6 Millionen Franken in Los 2 (Datentransformation und -integration) gehen an Elca Informatik. Die Offerte habe einen "attraktiven Preis" gehabt. Betont wird zudem die Erfahrung im Bereich Datentransformation und -integration sowie die Hermes-Zertifizierung des Anbieters.
  • Das 3. Los (Datenspeicherung) über 6 Millionen Franken wurde an Swisscom vergeben. Das Unternehmen hat laut der Zuschlagsbegründung den günstigsten Preis geboten und die qualitativen Kriterien am besten erfüllt.
  • Weitere 4,4 Millionen Franken für Projektleitungs-Services im 4. Los gehen an Itech Consult. Mit der guten Erfüllung der qualitativen Kriterien und dem günstigsten Preis haben sich die Baarer gegen 9 weitere Anbieter behauptet.

Schritt Richtung Cloud

Mit der Modernisierung der IT macht sich Meteoschweiz auch Cloud-ready, wie der Ausschreibung zu entnehmen war. Ziel ist eine hybride IT-Architektur, die sowohl On-Premises-Lösungen als auch Public-Cloud-Services integriert. Das Bundesamt will in der Lage sein, Daten On-Premises über verschiedene geografisch verteilte Lokationen oder in einer Multi-Cloud-Infrastruktur zu speichern.
Die Bundesbehörden können über einen standardisierten Rahmenvertrag Public-Cloud-Services beziehen. Der Zuschlag an die US-Hyperscaler und Alibaba sorgte für sehr viel Diskussionen. Bei der Nutzung der Services gibt es allerdings noch Zurückhaltung. Die einzige Behörde, welche einen Auftrag basierend auf dem Public-Cloud-Zuschlag vergeben hat, ist Meteoschweiz, sagte kürzlich Daniel Markwalder, Delegierter des Bundesrates für Digitale Transformation.

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