Microsoft arbeitet daran, Windows an die Vorgaben des Digital Markets Acts (DMA) der EU anzupassen. Damit gibt es einige Neuerungen für Anwenderinnen und Anwender im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), schreibt Microsoft in einem Blogbeitrag.
Mit dem DMA will die EU die Marktmacht von Tech-Riesen beschränken und für einen faireren Wettbewerb sorgen. Microsoft ist eines von 6 Unternehmen, das
von der EU als Gatekeeper eingestuft wird. Zusammen mit Apples iOS und Google Android wurde Windows als Core Platform Service definiert, für diese gelten bestimmte Auflagen. Unternehmen müssen verhindern, dass ihre Marktposition zu unfairen Bedingungen für Konsumentinnen und Konsumenten führt.
Vorinstallierte Apps können deinstalliert werden
Als Konsequenz ermöglicht es Microsoft bald, dass gewisse Apps, die mit Windows ausgeliefert werden, deinstalliert werden können. Dazu gehören Cortana, die Kamera- und Photo-Apps sowie im EWR auch Web Search mit Bing sowie Edge.
Künftig wird Windows im EWR-Raum Nutzerinnen und Nutzer fragen, ob sie ihr Microsoft-Konto mit Windows synchronisieren möchten, um Daten auf anderen Windows-Geräten und in Microsoft-Produkten verfügbar zu machen. Ausserdem soll es einfacher werden, App-Einstellungen für Links und Dateitypen systemweit zu konfigurieren.
Die Änderungen sind derzeit im Preview-Channel verfügbar. Breit ausgerollt werden müssen sie im EWR-Raum spätestens Anfang März 2024, damit "wir konform sind", heisst es von Microsoft.
(Noch) kein Copilot in Europa
Das Update wird auch Copilot für Windows beinhalten. Allerdings nur in ausgewählten Märkten und nicht im EWR, wie es im Blogbeitrag heisst. Man plane, im Laufe der Zeit weitere Märkte hinzuzufügen, darunter auch den EWR – einen Zeitpunkt, wann Copilot auch in Europa verfügbar wird, nannte Microsoft allerdings nicht. "Wir freuen uns darauf, weiterhin mit der Europäischen Kommission zusammenzuarbeiten, um die Einhaltung unserer Verpflichtungen zu klären", heisst es von den Redmondern.