Microsoft plant Milliardenausgaben für KI-Rechenzentren

6. Januar 2025 um 10:27
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Illustration: Erstellt durch inside-it.ch mit Midjourney

In diesem Jahr will der Konzern 80 Milliarden Dollar in den RZ-Ausbau stecken. Der grösste Teil soll in "American AI" fliessen.

Microsoft will im laufenden Geschäftsjahr rund 80 Milliarden Dollar in den Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz stecken. Mehr als die Hälfte werde in den USA investiert, betont der Konzern in einem Blogeintrag.
Das aktuelle Geschäftsjahr von Microsoft läuft noch bis Ende Juni 2025. Die zusätzliche Rechenpower soll zum Training von KI-Modellen und der Einführung von Funktionen auf Basis Künstlicher Intelligenz rund um die Welt dienen, heisst es.
Mit "Die goldene Chance für amerikanische KI" hat Microsoft Vizepräsident Brad Smith seinen Blogbeitrag betitelt. Heute würden die Vereinigten Staaten das globale KI-Rennen "dank der Investitionen von Privatkapital und Innovationen amerikanischer Unternehmen aller Grössenordnungen" anführen, schreibt Smith.
"Bei Microsoft haben wir dies aus erster Hand durch unsere Partnerschaft mit OpenAI, durch aufstrebende Unternehmen wie Anthropic und xAI und durch unsere eigenen KI-gestützten Softwareplattformen und -anwendungen erlebt", so der Vizepräsident des Tech-Konzerns.

Appell an die Trump-Regierung

Smith wendet sich dabei auch an die kommende Trump-Regierung. Die neue Regierung könne grundlegende Elemente stärken und dabei auf der Arbeit aus Trumps erster Amtszeit aufbauen. 2019 verabschiedete der Präsident eine Executive Order, die Amerikas Führungsrolle im Bereich der Künstlichen Intelligenz stärken soll. "Sie konzentrierte sich zu Recht auf staatliche Investitionen in die KI-Forschung und darauf, staatliche Daten und Computerressourcen zugänglicher zu machen", so Smith. Jetzt sollen Trump und der Kongress diese Bemühungen ausweiten, um Amerikas Führungsrolle im Bereich der KI zu stärken, fordert der Microsoft-Vize.
Er sieht die USA besonders im Wettstreit mit China. Man könne davon ausgehen, dass die chinesische Regierung öffentliche Mittel für internationale Subventionen ausgeben werde, um die Einführung ihrer Technologie zu unterstützen, insbesondere in Afrika, Asien und Lateinamerika. "Für China dürfte es jedoch schwierig werden, mit den Investitionen des amerikanischen Privatsektors und von internationalen Kapitalfonds Schritt zu halten", schreibt Smith.

Steigender Energiebedarf

Das KI-Programm des Konzerns soll über vier Jahre laufen und die jetzt angekündigten Investitionen sollen ein erster Teil davon sein. Neben dem RZ-Ausbau soll das Kapital auch in KI-Anwendungen und den Export von "American AI" an "Alliierte und Freunde" fliessen. Nicht erwähnt wird in Smiths Blogpost hingegen der steigende Energiebedarf von KI-Rechenzentren.
Bereits im letzten Herbst hatte Microsoft angekündigt, dass ein Reaktor im stillgelegten US-Atomkraftwerk Three Mile Island wieder hochgefahren werden soll, um Strom für Rechenzentren von Microsoft zu liefern. Der Konzern sagte zu, die produzierte Energie 20 Jahre lang abzunehmen. Es wird das erste Mal sein, dass ein stillgelegtes Atomkraftwerk in den USA wieder ans Netz geht.
(Mit Material von Keystone-sda)

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