Microsoft trimmt Partnerprogramm auf die Cloud

17. März 2022, 11:30
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Foto: Microsoft

Ab Oktober 2022 fügen die Redmonder das Wörtchen Cloud in den Namen ihres Partnerprogramms ein. Das neue "Microsoft Cloud Partner Program" rückt Lösungskompetenzen für 6 Bereiche in den Vordergrund.

Microsoft hat Änderungen seines Partnerprogramms angekündigt, die im Oktober dieses Jahres in Kraft . Neu wird es "Microsoft Cloud Partner Program" heissen. Statt der bisherigen Kompetenzen rückt ein Modell in den Mittelpunkt, das die Qualifikationen in 6 Lösungsbereichen fokussiert. Es wird dann also keinen Mitglied-Status oder Silber- und Gold-Kompetenzen sowie erweiterte Spezialisierungen mehr geben. Betroffen sind laut Microsoft "alle Partner in unserem Ökosystem, unabhängig davon, ob sie Services, Software oder Geräte entwickeln und verkaufen". Die bisherigen Kompetenzen werden schrittweise abgeschafft und durch zwei neue Qualifikationsstufen über den Basisstatus hinaus ersetzt: Lösungspartner und Spezialist respektive Experte, erklärt 'ZDNet' zu diesem Umbau.
Microsoft spricht denn auch von einer Vereinfachung des Partnerprogramms durch die anvisierte Einführung der 6 Cloud-Kompetenzbereiche: Data & AI (Azure), Infrastructure (Azure), Digital & App Innovation (Azure), Business Applications, Modern Work und Security.
Wer als Partner über eine der beiden Qualifikationen in einem oder mehreren der6 Bereiche verfügt, bringt laut Microsoft gleichsam einen Erfolgsnachweis für die jeweilige Lösung mit. Um das zu ermöglichen, werde auch eine neue Bewertung der Partnerfähigkeiten eingeführt und der Partner Contribution Indicator aufgegeben.

Lizenzierungs-Änderung in der Kritik

Auf Kritik stösst bei 'ZDNet', dass die Redmonder nichts Neues zum NCE-Modell (New Commerce Experience) zu sagen haben, das "sehr zum Unmut vieler Partner" gerade eingeführt wird. Versprochen worden war, via NCE die Art und Weise zu rationalisieren, wie Partner Produkte wie derzeit Microsoft 365, Dynamics 365, Windows 365 und die Power Platform lizenzieren und kaufen können. "Im Rahmen des NCE-Modells müssen Partner, Distributoren und Endnutzer Jahres- und nicht Monatsverträge abschliessen, die zwar steigen, aber nicht sinken können", heisst es in dem Bericht. Wenn in dem Jahr ein Unternehmen aufgeben müsse, bleibe der Partner auf den Kosten für die Microsoft-Lizenzen sitzen. Eine Unzumutbarkeit, zumal viele Unternehmen nicht voraussagen könnten, wie ihre Zahlen und IT-Umgebung in der Zukunft aussehen würden. Angeblich sei aber auch dieser Ärger über das NCE bei Microsoft angekommen und möglicherweise erfolgen auch hier in den kommenden Monaten einige Programmänderungen, heisst es weiter.

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