Die US-Regierung versucht, durch sehr hohe Kopfgelder Hinweise auf die Identität und den Aufenthaltsort von Mitgliedern von Ransomware-Banden zu erhalten. Vor zwei Wochen lobte sie eine Belohnung von bis zu zehn Millionen Dollar für Hinweise auf die
Chefs des Cyberkriminellen-Netzwerks Hive aus. Bis zu fünf Millionen Dollar werden für Hinweise versprochen, die zu Verhaftung von anderen Bandenmitgliedern führen.
Genau die gleichen Summen gibt es nun für Leute, die Hinweise auf Mitglieder der Gruppierung Alphv alias Blackcat geben können. Auch hier bis zu zehn Millionen für Personen in "Schlüsselpositionen" und bis zu fünf Millionen für andere Personen, die bei Attacken mit Varianten der Alphv-Ransomware beteiligt waren,
schreibt das Department of State.
Mit dieser Ransomware sind laut dem FBI in den vergangenen Jahren mehr als 1000 Unternehmen angegriffen worden. Polizeibehörden haben in den letzten Monaten einige Aktionen durchgeführt, welche die Bande schwächen sollten. Im letzten Dezember gelang es,
einige ihrer Darkweb-Seiten lahmzulegen. Gleichzeitig konnte das FBI einen Entschlüssler entwickeln, der an rund 100 Opfer verteilt wurde.
Das FBI arbeitete zudem mit Polizeibehörden aus Grossbritannien, Australien, Deutschland, Spanien und Dänemark zusammen, um die IT-Infrastruktur der Bande lahmzulegen. Verhaftungen sind aber bisher noch keine bekannt gegeben worden. Aktuell bekennen sich die Cyberkriminellen
weiterhin zu neuen Attacken.
Irgendwie ironisch: Wer dem FBI Informationen geben will, kann dies auch anonym über eine Adresse im Darknet tun.