Alphv alias Blackcat wurde geschnappt. Illustration: Erstellt durch inside-it.ch mit Dall-E / GPT-4
Verschiedene nationale Ermittlungsbehörden haben im Kampf gegen Ransomware einen Erfolg erzielt. Die auch in der Schweiz überaus aktive Bande Alphv wurde lahmgelegt.
Vor rund einer Woche sind die Darkweb-Seiten der Ransomware-Bande Alphv (auch bekannt als Blackcat) ausgefallen. Das nährte Spekulationen über eine Razzia von Strafverfolgungsbehörden, wie verschiedene Medien berichteten. Das bestätigte sich zunächst nicht, wenig später war der Alphv-Auftritt wieder online.
Screenshot Darkweb-Site Alphv
Bis heute: Nun heisst es auf der Darkweb-Site: "This Website has been seized", was ungefähr mit "wurde beschlagnahmt" übersetzt werden kann. Darunter prangen Logos von verschiedenen Behörden, darunter das deutsche Bundeskriminalamt, die britische National Crime Agency oder die dänische Politi.
Als eine der ersten Behörden hat das US Departement of Justice die Aktion offiziell bestätigt. Man habe die Ransomware-Bande "zerschlagen", heisst es dort. Nun biete das FBI über 500 Opfern weltweit ein Entschlüsselungstool an und ermutige Opfer, sich zu melden.
Es bleibt zu hoffen, dass die Bande endgültig offline ist. Im Falle des als gebodigt geglaubten Botnetzes Qakbot hat das offenbar nicht funktioniert. Die Wirkung einer internationalen Polizeiaktion ist anscheinend bereits wieder verflogen.
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