Neuer Name und viel Geld für VRM Switzerland

5. Dezember 2022, 15:08
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Foto: Loft Dynamics

Der Schweizer Anbieter von Flugsimulationen auf Basis von Virtual Reality erhält in einer Finanzierungsrunde 20 Millionen Dollar. Künftig tritt VRM unter neuem Namen auf.

Der Anbieter von Virtual-Reality-Flugsimulationen VRM Switzerland gibt den Abschluss einer Finanzierungsrunde sowie einen neuen Namen bekannt. Neu tritt das 2018 in Zürich als VRMotion gegründete Unternehmen unter dem Namen Loft Dynamics auf. Mit der Umbenennung wolle man sich auf die globale Expansion vorbereiten, erklärt der VR-Anbieter in einer Mitteilung.
Die Finanzierungsrunde hat Loft Dynamics 20 Millionen Dollar eingebracht. Angeführt wurde sie von den US-Investoren Craft Ventures, Sky Dayton und Up Ventures. Mit dem neuen Kapital wolle das Startup das Wachstum auf internationalen Märkten beschleunigen, insbesondere in den USA, wie es weiter heisst.
"Nach vielen Jahren der Entwicklungsarbeiten sind wir bereit, Loft Dynamics zu einem globalen Unternehmen auszubauen und unsere Technologie und Trainingslösungen in die Welt zu bringen", so Fabio Riesen, Mitgründer und CEO des Technologie-Startups.
Loft Dynamics will sich mit seinen VR-Lösungen im Markt für Flugsimulationen etablieren. Bei den herkömmlichen Angeboten handle es sich um grosse und teure Geräte. Das Startup will eine leichter zugängliche Alternative bieten, die VR-Systeme, eine Bewegungsplattform und ein nachgebautes Cockpit umfasst. Damit könne man ein umfassendes Flugerlebnis simulieren, inklusive präziser Farben und Schattierungen, Vibrationen sowie Geräuschmerkmalen und Bewegungen des Flugzeugs, schreibt das Unternehmen. Das Paket sei 20-mal kostengünstiger als herkömmliche Flugsimulatoren.
Von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (ESA) habe man im Mai 2022 Zulassungen als Trainings-Device für erste Hubschrauber erhalten. Dies bedeute, dass Piloten in Loft-Dynamics-Simulatoren trainieren können und dies wie ein echter Flug gewertet werde. Eine solche Gleichwertigkeit sei einem VR-System bislang nicht gewährt worden, heisst es in der Mitteilung weiter.
Zu den Kunden des Schweizer Startups gehören beispielsweise Airbus Helicopters, Air Zermatt und Helitrans Norway. "Bei Airbus Helicopters wollen wir die Technologie vorantreiben, um die Sicherheit in der Ausbildung zu verbessern", so das Unternehmen, das auch strategischer Partner des Technologie-Startups ist.

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