Der kumulierte Börsenwert der 100 teuersten Unternehmen stieg im vergangenen Jahr dank des KI-Booms auf den neuen Rekordwert von 54,4 Billionen US-Dollar. Wie das Wirtschaftsprüfungsunternehmen EY mitteilte, liegt der Wert um 23% über dem Niveau von Ende 2024.
Die grössten Profiteure des Wachstums sind die ohnehin schon grossen Technologiefirmen. Per Jahresende an der Spitze der Liste der 100 teuersten Konzerne lagen Nvidia (Börsenwert von 4,5 Billionen US-Dollar) vor Apple (4,0 Billionen) und Alphabet (3,8 Billionen). Auf den Plätzen folgen Microsoft (3,6 Billionen), Amazon (2,5 Billionen), Meta (1,7 Billionen) und Broadcom (1,6 Billionen). Als erstes nicht Technologie-Unternehmen rangiert der Ölkonzern Saudi Aramco mit einem Marktwert von 1,5 Billionen unter den ersten zehn. Tesla (1,5 Billionen) und TSMC (1,3 Billionen) komplettieren die Top 10.
KI-Boom ohne die Schweiz
Der Technologiesektor ist EY zufolge mit 27 Unternehmen in den Top 100 vertreten. Das sind nochmals drei Unternehmen mehr als zum Jahresende 2024. Rang zwei teilen sich die Konsumgüterbranche und der Finanzsektor mit jeweils 20 Unternehmen unter den Top 100. Am deutlichsten zugelegt gegenüber Jahresende 2024 haben der Industrie- (plus 44%) und Technologiesektor (plus 34%), am deutlichsten an Boden verloren hat die Energiebranche mit einem Rückgang von 2%.
"Das Jahr 2025 stand an den Weltbörsen ganz im Zeichen der Künstlichen Intelligenz", sagt Stefan Rösch-Rütsche, Country Managing Partner von EY in der Schweiz in einer Mitteilung zum Ranking. "Dass sich keine Schweizer Unternehmen in diesem Segment unter den Top 100 platzieren, ist weniger ein Zeichen mangelnder Qualität als Ausdruck der globalen Marktstärke der US-Technologiekonzerne. Die Börsenbewertung folgt zunehmend technologischer Skalierung, während die Schweiz traditionell durch Substanz, Resilienz und langfristige Wertschöpfung überzeugt", erklärt Rösch-Rütsche.
ABB einziger Schweizer Tech-Konzern
Dennoch haben die grössten Schweizer Unternehmen teilweise zugelegt in den Top 100. So ist Roche um 15 Plätze auf Rang 31 vorgerückt (Kapitalisierung 353 Milliarden US-Dollar) und Novartis um 13 Plätze auf Rang 53 (265 Milliarden). Nestlé ist dagegen um 6 Plätze auf Position 57 gefallen (256 Milliarden).
Wie EY ausführt, konnten auch einige Schweizer Unternehmen ausserhalb der Top 100 ihre Position gegenüber dem Vorjahr verbessern. Zu den drei Schweizer Grosskonzernen gesellen sich in positionsmässig absteigender Reihenfolge unter anderem UBS, ABB, Richemont sowie die Versicherungen Chubb und Zurich. In den Top 500 der grössten Unternehmen befinden sich noch Glencore, Holcim, Swiss Re und Lonza.