Nid- und Obwalden pausieren E-Gov-Projekt

18. September 2026 um 10:24
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Die Komplexität des gemeinsamen E-Gov-Portals wurde unterschätzt. Ein "Marschhalt" soll Zeit für zusätzliche Abklärungen verschaffen.

Die Kantone Nidwalden und Obwalden legen bei den Arbeiten an ihrem gemeinsamen E-Gov-Portal einen Marschhalt ein.
Eine interne Überprüfung habe gezeigt, dass verschiedene Aspekte, beispielsweise Auswirkungen auf Prozesse und Zuständigkeiten in den Verwaltungen, in der ursprünglichen Planung nicht im notwendigen Umfang berücksichtigt worden seien. Auch bestünden teilweise unterschiedliche Vorstellungen über den Projektumfang beziehungsweise die konkrete Projektumsetzung.
Im Projektverlauf habe sich gezeigt, dass die Einführung des Portals weit über die technische Umsetzung hinausgehe und die Komplexität des Vorhabens unterschätzt worden sei.
Die Kantonsparlamente von Nidwalden und Obwalden hatten im Jahr 2025 die erforderlichen Kredite für die Umsetzung des gemeinsamen E-Gov-Portals bewilligt. Gemeinsam mit den Gemeinden starteten die beiden Kantone anschliessend die Umsetzung. Ziel war es, das Portal in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 in Betrieb zu nehmen und der Bevölkerung sowie den Unternehmen einen zentralen Zugang zu digitalen Verwaltungsdienstleistungen bereitzustellen. Daraus wird also vorerst nichts.
Eine externe Fachperson soll nun eine umfassende Auslegeordnung vornehmen und einen realistischen Zeit- und Finanzierungsplan erarbeiten. Wann das E-Gov-Portal in Betrieb genommen werden kann, bleibt einstweilen offen.
Am Ziel eines gemeinsamen digitalen Zugangs für Bevölkerung und Unternehmen halten beide Kantone sowie die Gemeinden jedoch fest.
(Mit Material von Keystone-sda)

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