Niklaus Wirth ist gestorben

4. Januar 2024 um 10:30
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Niklaus Wirth. Foto: Gemeinfrei

Der Pascal-Erfinder wurde 89 Jahre alt. Mit ihm verliert die Schweiz einen ihrer grössten IT-Pioniere.

Am 1. Januar dieses Jahres ist Niklaus Wirth verstorben. Das bestätigt die Medienstelle der ETH Zürich gegenüber inside-it.ch. Wirth war von 1968 bis 1999 Informatikprofessor an der ETH. Seitdem war er im Ruhestand.
1934 wurde Niklaus Wirth in Winterthur geboren, wo er später in einer eigenen Werkstatt Modellflugzeuge baute und ein Chemielabor betrieb, wie 'Swissinfo' in einem 2019 publizierten Porträt schreibt. Vor seiner Zeit bei der ETH Zürich war er Assistenzprofessor in Stanford. Wirth lebte zuletzt in Zürich.
Wirth war ein Informatik-Pionier – wohl der wichtigste, den die Schweiz je hatte. Er wurde im Jahr 1984 als bisher einziger Deutschsprachiger mit dem Turing Award für die Entwicklung mehrerer Programmiersprachen ausgezeichnet.

"Ohne Turing-Maschine bin ich sehr gut durchs Leben gekommen"

Ein launiges und vor allem spannendes Interview mit Niklaus Wirth vom 9. Februar 2021, das zeigte, dass Niklaus Wirth auch viele Jahre nach seiner Emeritierung humorvoll und wach im Kopf war.

Dazu zählte vor allem Pascal. Diese entwickelt er Anfang der 70er-Jahre "praktisch im Alleingang", wie es auf Wikipedia heisst. Pascal wird heute noch vor allem im universitären Bereich in der Ausbildung eingesetzt. Die ETH hat 2021 nachgezeichnet, wie die Programmiersprache damals die Welt eroberte. Die Programmiersprache ist Namensgeber unseres Awards "The Pascal", den wir im November letzten Jahres erstmals vergeben haben.

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