OVHcloud bringt "Local Zones" in die Schweiz

7. März 2024 um 13:14
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Foto: OVHcloud

Auf Basis der zugekauften Gridscale-Technologie erweitert der Provider seine Präsenz. Künftig bietet OVH ein abgespecktes Cloud-Portfolio mit Datenhaltung in der Schweiz an.

OVHcloud gehört nach den amerikanischen Hyperscalern zu den gewichtigsten Cloud-Anbietern in Europa. Das Unternehmen betreut bereits Kunden in der Schweiz, hat hierzulande aber noch keine eigenen Rechenzentren. Daten werden beispielsweise in Deutschland oder Frankreich verarbeitet.
Das solle sich nun ändern, wie der 'IT-Reseller' berichtet. OVHcloud will demnach seine Präsenz mit sogenannten Local Zones erweitern. Diese werden basierend auf der Technologie von Gridscale gebaut. "Der Vorteil ist, dass ich jetzt nicht mehr schränkeweise IT mitbringen muss, sondern nur einen oder zwei Server, auf denen die Gridscale-Software läuft", sagt Falk Weinreich, General Manager Central Europe bei OVH Cloud, zum Magazin.

Integration der Gridscale-Technologie

Der französische Cloudprovider hat die Übernahme von Gridscale vergangenen Sommer angekündigt. "Die Kombination unserer unterschiedlichen Technologien wird es uns ermöglichen, den Einsatz von Edge-Computing-Lösungen und unsere geografische Expansion zu beschleunigen", erklärte OVHcloud damals.
"Nur fünf Monate nach unserem Beitritt zur OVHcloud-Familie konnten wir die Technologie von Gridscale integrieren und bereitstellen", sagte Gridscale-CEO Henrik Hasenkamp, vergangenen Monat gegenüber 'Data Center Dynamics'. Damit biete man den Kunden neue Optionen für die Nutzung der OVHcloud Public Cloud, mit zusätzlicher Performance und Datenresidenz.

Datenhaltung und Team vor Ort

Mit den nun angekündigten Local Zones könne man einen Teil des Portfolios schnell in weitere Märkte bringen, so der Zentraleuropachef gegenüber dem 'IT-Reseller'. Damit könne man Kunden künftig eine lokale Datenhaltung anbieten. Dadurch verbessere sich auch die Latenz.
Eine erste "Local Zone" in der Schweiz soll Ende Mai in Zürich eingerichtet sein, so der Bericht. Eine weitere soll in der Westschweiz folgen. Der Anbieter will bis 2026 weltweit insgesamt 150 solcher Zonen einrichten.
In den neuen Zonen könne der Provider nicht das ganze Cloud-Portfolio anbieten. Weinreich nennt das Angebot eine "abgespeckte Variante". Diese künftig auszubauen, schliesst er nicht aus, wie aus dem Bericht hervorgeht. Bei grossem Kundenbedarf könnte man mit einem dedizierten Rechenzentrum nachziehen. Das müsse aber der Markt entscheiden, fügt er an.
Gemäss dem Bericht plant OVHcloud auch, eine Legal Entity in der Schweiz zu gründen. In absehbarer Zeit könnte auch ein Team vor Ort entstehen, das sich um die lokalen Kunden kümmert, heisst es weiter.

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