Pascal-Award 2023: Gerhard Andrey im Porträt

7. September 2023 um 08:00
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Im November wird erstmals unser Award "The Pascal" vergeben. Der Oskar der ICT-Branche zeichnet die IT-Persönlichkeit des Jahres aus, die Ausserordentliches geleistet und die Schweiz punkto Digitalisierung vorangebracht haben. Wir stellen die 10 Nominierten vor.

Als die Schweizer Stimmbevölkerung im März 2021 die E-ID-Vorlage versenkte, wurde Gerhard Andrey aktiv. Er trommelte alle wichtigen Menschen zusammen und sorgte dafür, dass in Rekordzeit eine viel bessere, staatliche E-ID-Lösung auf den richtigen Weg gebracht wurde.
Der Award "The Pascal" zeichnet die IT-Persönlichkeit des Jahres aus. Er wird am 16. November 2023 im Rahmen des Digital Economy Awards im Hallenstadion in Zürich vergeben. Wer einem oder einer der 10 Nominierten eine Stimme abgeben will, kann das ab sofort tun. Die Stimmen aus dem Onlinevoting zählen 50%, jene der prominenten Jury ebenfalls 50%.
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Wer am Anlass mit Galadinner dabeisein möchte, kann noch einen Tisch reservieren.
Sie haben viel erreicht. Worauf sind Sie besonders stolz? Die Neuauflage der dezentralen, datensparsamen E-ID, welche ich direkt nach dem Absturz des E-ID-Gesetzes vor zwei Jahren aufgleisen konnte und die jetzt im parlamentarischen Prozess und parallel technisch entwickelt wird, ist wohl mein bisher grösster politischer Erfolg als Nationalrat. Vertrauenswürdigkeit im digitalen Raum ist fundamental und wird mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz nur noch wichtiger.
Als Unternehmer bin ich stolz darauf, dass ich die Firma Liip mit aufbauen konnte, wo Tag für Tag über 200 Menschen mit grossem Erfolg und Passion an sinnhaften, digitalen Lösungen für innovative Schweizer Unternehmen und Institutionen arbeiten. Und dass das Unternehmen im Gegensatz zur fast kompletten Konkurrenz unabhängig und schweizerisch geblieben ist.
Was ist Ihr Antrieb, was motiviert Sie? Das Internet ist eine unglaublich faszinierende menschliche Erfindung, die ihresgleichen sucht. Das Potenzial ist schier unendlich und die gesellschaftliche Relevanz enorm. Deshalb motiviert mich eine Digitalisierung im Sinne des Gemeinwohls, wo der Mensch und seine digitale Selbstbestimmung im Zentrum stehen. Die Open-Source-Bewegung – ein Kind des Internets – ist eine Steilvorlage dafür. Verbindet sie doch die Vorteile des Wettbewerbs mit den Vorteilen der Kollaboration. Und das freiheitlich, dezentral und selbstorganisiert.
Was kommt als Nächstes? Verraten Sie uns etwas über ein kommendes Projekt Ganz offensichtlich haben wir in der Schweiz ein enormes Cybersicherheitsproblem. Die Hacks und Leaks sind desaströs und eine Besserung zeichnet sich nicht ab. Das wird eine meiner Hauptprioritäten bleiben. Und dann muss endlich auch der ökologische Fussabdruck aufs Tapet. Die Digitalisierung hat es bis jetzt nicht geschafft, ihr Versprechen einzulösen, die Welt nachhaltiger zu machen. Digitale Effizienzschübe werden immer wieder von zusätzlichen, neuen Anwendungen eingeholt. Von diesem Rebound-Effekt muss sich die Digitalisierung lösen.

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