Polycom, das Funknetz für Blaulichtorganisationen, wird derzeit modernisiert. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (Babs) schaltete am Montag die 391. von 782 Antennen um. Damit sei das Projekt "Werterhalt Polycom WEP 2030" auf gutem Weg.
Die Umschaltung des jüngsten erneuerten Sendestandorts für das landesweite Funknetz erfolgte ferngesteuert von der Zentrale in Bern aus, wie das Babs mitteilte. Anwesend waren Viola Amherd, die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), sowie eine Delegation aus St. Gallen.
In den Kantonen Aargau, Bern, Uri, Tessin, Neuenburg, Waadt, Thurgau und Solothurn sei die Umstellung auf das neue System bereits erfolgt.
Projektabschluss Ende 2025
Das Sicherheitsfunknetz wurde vom Bund und den Kantonen in den Jahren 2001 bis 2015 aufgebaut. Mit der Modernisierung soll die Nutzung bis mindestens 2035 sichergestellt werden.
Schätzungen zufolge investieren Bund und Kantone bis zu 1 Milliarde Franken in das Netz.
Initiiert wurde das Projekt zum Werterhalt im Jahr 2016. Seither gab es aber verschiedene Probleme und
Verzögerungen. So wurden etwa die hohen Sicherheitsanforderungen unterschätzt. Der Lieferant Atos
musste nachbessern.Die anfänglichen Verzögerungen seien mit den Ende 2022 in den Kantonen gestarteten parallelen Erneuerungen wieder aufgeholt, teilt nun das Babs mit. Die vollständige Erneuerung der gesamten Infrastruktur bis Ende 2025 sei somit auf gutem Weg.
Etwa 60'000 Nutzerinnen und Nutzer sind gemäss der Mitteilung an das Netz angeschlossen. Das Netz werde täglich intensiv genutzt und ermöglicht den Funkkontakt zwischen dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG), Polizei, Feuerwehr, sanitätsdienstlichem Rettungswesen, Zivilschutz, Nationalstrassenunterhalt, Betreibern kritischer Infrastrukturen und der Armee im subsidiären Einsatz.
(Mit Material von Keystone-sda)