Beim CMS Wordpress tauchen regelmässig Schwachstellen im Core und in den über 50'000 Plugins auf, viele der Lücken erhalten nicht die höchsten Risikostufen zugeteilt.
Mehr Beachtung scheint laut diversen Medien eine Lücke im ThemeGrill Demo Importer zu verdienen, einem Plugin mit über 100'000 aktiven Installationen. "In den Versionen 1.3.4 und höher sowie 1.6.1 und niedriger gibt es eine Schwachstelle, die es jedem nicht authentifizierten User ermöglicht, die gesamte Datenbank in den Standardzustand zu bringen, nachdem der User automatisch als Administrator angemeldet wird." Dies meldet die Website-Security-Firma Webarx.
Wegen der Lücke kann also die Datenbank einer Wordpress-Installation gelöscht werden und sie wird offenbar aktuell ausgenutzt. Dies
schreibt 'Golem.de'.
Falls ein User mit User-Name "admin" bei einer Wordpress-Installation existiert, so könne sich ein Hacker auch mit Admin-Rechten versehen.
Wer schnell dabei war, einen Patch einzuspielen, der war laut 'Golem.de' zu schnell, der erste Fix war nämlich ungenügend. Laut Webarx existiert die Lücke seit 3 Jahren, wurde aber erst jetzt zum Thema.
Der Patch ist verfügbar
bei Wordpress.org. Viele User ziehen es aber offenbar vor, das Plugin zu deinstallieren, kurz vor Bekanntwerden der Lücke gab es noch 200'000 aktive Installationen.
Der ThemeGrill-Demo-Importer wird verwendet, um automatisch andere Plugins zu importieren, die bei der kommerziellen Web-Entwicklungsfirma Themegrill erhältlich sind.
Gleich zwei weitere, aktuelle Wordpress-Warnungen kursieren aktuell.
Für User von wpCentral und Profile Builder
Patchen sollten User ihr wpCentral-Plugin zur Verwaltung mehrerer WordPress-Websites mit einem Panel und mit einem Login. Das Plugin hat über 60'000 Installationen, die Lücke hat
CVE-2020-9043 und einen CVSS Score von 8.8, so Wordfence, ein Spezialist für Wordpress-Security.
Gar einen CVSS Score 10 von 10, also das Maximum, hat eine Lücke im Plugin Profile Builder (Free-, Pro- und Hobbyist-Versionen bis und mit Version 3.1.0). Das Plugin ermöglicht die Erstellung benutzerdefinierter Formulare, mit denen Benutzer sich registrieren, ihre Profile bearbeiten und vieles mehr können. Details zur Schwachstelle
hat ebenfalls Wordfence, eine CVE-Nummer ist offenbar noch nicht vergeben.
Tipp: Bei der
WPScan Vulnerability Database kann man Alerts abonnieren. Wie aktuell und umfassend diese Alerts sind, können wir nicht beurteilen.