Deepl führt neuartige Übersetzungsfunktion ein

4. März 2025 um 13:31
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Foto: Mina Rad / Unsplash

Die Funktion "Clarify" kann laut dem Unternehmen wie ein Kollege betrachtet werden, der dabei hilft, Texten den letzten Schliff zu verpassen.

Der deutsche Anbieter von Übersetzungssoftware Deepl hat eine neuartige Funktion vorgestellt, die interaktive Bearbeitungsvorschläge für noch genauere Übersetzungsergebnisse bieten soll. Die "Clarify"-Funktion, beziehe die Nutzerinnen und Nutzer aktiv in den Übersetzungsprozess ein und helfe ihnen dabei, unklare oder mehrdeutige Textstellen nach ihren Wünschen anzupassen, sagte Jaroslaw Kutylowski, CEO und Gründer des Unternehmens. Dies sorge für eine persönlichere, ansprechendere Benutzererfahrung sowie bessere und differenziertere Übersetzungen.

"Hilft wie ein Kollege"

KI entwickle sich zunehmend zu einem unverzichtbaren Sparringspartner im Berufsleben, sagte Kutylowski. Die "Clarify"-Funktion biete einen personalisierten Ansatz für die Interaktion mit der Deepl-Plattform. "Man kann die Funktion wie einen Kollegen betrachten, der Nutzer proaktiv einbezieht und ihnen hilft, ihren Übersetzungen den letzten Schliff zu geben und eine hohe Qualität zu erreichen, die für die geschäftliche Kommunikation erforderlich ist."
Deepl wird nach eigenen Angaben von rund 200'000 Unternehmen und Behörden sowie Millionen von Privatkunden in 228 Märkten weltweit genutzt – auch von der Schweizer Bundesverwaltung. Das 2017 von Kutylowski gegründete Unternehmen zählt inzwischen über 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Starker Wettbewerb

Nach einer Finanzierungsrunde im Mai 2024 wurde Deepl mit zwei Milliarden US-Dollar bewertet. Zuletzt hatte das Unternehmen sein Angebot um eine Echtzeit-Funktion für Live-Übersetzungen sowie einen Schreibassistenten mit Künstlicher Intelligenz erweitert. Zuvor hatte Deepl eine neue Generation seines Sprachmodells (LLM) auf den Markt gebracht, um die Qualität seiner maschinellen Übersetzungen messbar zu erhöhen.
Deepl muss sich international in einem starken Wettbewerb behaupten. So hat Google mit Gemini eine KI-Lösung im Programm, die auch Übersetzungen ermöglicht. Microsoft bietet für seine Videokonferenz-Anwendung Teams ebenfalls Live-Übersetzungen an. Allerdings war es dem Kölner Unternehmen auch in der Vergangenheit schon gelungen, im Wettbewerb mit Google Translate und anderen Angeboten grosser Anbieter aus den USA mitzuhalten.

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