Akku-Desaster: Bald sind es zehn Millionen weltweit

24. Oktober 2006 um 08:51
  • sharp
  • fujitsu
  • apple
  • dell technologies
image

Der japanische Elektronikkonzern Sony schreibt in einer heute veröffentlichten Mitteilung, dass mittlerweile 9,6 Millionen Notebook-Akkus weltweit brandgefährdet sind.

Der japanische Elektronikkonzern Sony schreibt in einer heute veröffentlichten Mitteilung, dass mittlerweile 9,6 Millionen Notebook-Akkus weltweit brandgefährdet sind. Aufgrund dieser Schätzung entstehen für Sony Kosten in der Höhe von 340 Millionen Euro. Am Montag wurde zudem bekannt, dass Sony nun insgesamt 340'000 Akkus von eigenen Notebooks zurückruft.
Vor einer Woche war noch von "bloss" 90'000 Akkus in Japan und China die Rede. Allerdings hatte die Zeitung 'Nihon Keizai Shimbun' schon damals geschätzt, dass um die 300'000 Sony Vaios betroffen sein könnten. Sony verzichtete bisher darauf, die Modelle aufzulisten, die betroffen sind. Gemäss Sony-Sprecherin Marie-Francoise Ruesch handelt es sich um "einige Modell der T- und der FE-Serie". In der Schweiz seien diese Vaios auch erhältlich.
Gestern gab auch der US-Hersteller Gateway einen Rückruf von Sony-Akkus bekannt. In diesem Fall sind 35'000 Batterien betroffen. "Unter Umständen" könnten diese Akkus überhitzen und Brandgefahr erzeugen, schreibt das Unternehmen. Betroffen sind Modelle, die ab September 2005 verkauft wurden: CX200, CX210, E100M, M250, M255, M280, M285, M465, M685, MP8708, NX260, NX510, NX560, NX860, NX100, MX1025, MX6918b und MX1020j. In der Schweiz werden keine Gateway-Produkte verkauft, wie Sprecherin Lisa Emard auf Anfrage sagt.
Toshiba gab indes heute bekannt, dass 870'000 Batterien statt wie bisher angenommen 830'000 betroffen sind. Das Unternehmen prüft derzeit Schadenersatzforderungen gegen Sony. Auch andere Hersteller haben Massnahmen angekündigt. Sony seinerseits hat sich für die Probleme entschuldigt. In Produktion, Entwicklung und Wartung seien Vorkehrungen getroffen worden, damit sich ein solcher Fehler nicht wiederhole.
Neben den oben genannten Herstellern sind auch Dell betroffen. (Maurizio Minetti)

Loading

Kommentare

Anmeldung wird geprüft …

Mehr zum Thema

image

Aus ITpoint wird Sharp DX

Der japanische Konzern bündelt seine europäischen IT-Dienstleister unter der Dachmarke Sharp DX. Dazu gehört auch ITpoint aus Rotkreuz.

publiziert am 3.8.2026
image

Zoll-Hammer kostet Apple den Börsenthron

Die iPhone-Firma hat ihren Status als wertvollstes Unternehmen der Welt verloren. Die neuen US-Zölle auf Waren aus China liessen Anlegerinnen und Anleger flüchten.

publiziert am 9.4.2025
image

Apples KI verzögert sich weiter

Bei Künstlicher Intelligenz ist Apple für einmal nicht Weltspitze. Das iPhone bekommt offenbar erst im nächsten Jahr weitgehende KI-Funktionen.

publiziert am 10.3.2025
image

KI produziert alternative Fakten

Die 'BBC' hat vier KI-Modelle auf ihre Faktentreue hin untersucht. ChatGPT, Copilot, Gemini und Perplexity AI blieben nicht immer bei der Wahrheit.

publiziert am 13.2.2025 3