APG bricht Test mit Emotions-Erkennung ab

27. Januar 2020 um 11:58
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Werbescreens sollten Emotionen erkennen können, aber die Schweizer Plakatgesellschaft konnte kein rentables Geschäft erkennen.

Die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) hat laut einem Bericht einen Test mit einer Art Gesichtserkennungs-Software beendet. Dies erklärte Geschäftsleitungsmitglied Beat Holenstein auf Anfrage von 'Persoenlich.com'.  Das Branchenmagazin hatte aufgrund der Affäre um Clearview bei APG angefragt. Die Plakatgesellschaft hatte allerdings keine eigentliche Gesichtserkennungs-Software getestet, und sowohl APG als auch die Entwickler der Software, das St.Galler Unternehmen Advertima, verneinten plausibel jegliche Verbindung zu Clearview.
Das KI-basierte Produkt von Advertima soll es Digital-Signage-Systemen ermöglichen, aufgrund von Kameraaufnahmen das Alter und das Geschlecht von Passanten zu erkennen. Darüber hinaus soll das System auch einige Emotionen und das Interesse einer Person an einer bestimmten Anzeige erkennen. Darauf basiert, so die Idee, könnten Werbebildschirme personalisierte Werbungen anzeigen. Eine persönliche Identifizierung der Passanten findet aber nicht statt.
Die APG startete laut 'SRF' ihre Tests Mitte 2017.  Den jetzigen Abbruch begründete Beat Holenstein nun einerseits damit, dass man keinen Geschäftsvorteil erkennen konnte. "Wir fokussieren uns auf programmatische Ausstrahlung von Werbung, bei der wir via Bewegungs- und Frequenzdaten sehr gutes Targeting erreichen", sagt Holenstein. "Für Programmatic benötigen wir keine Gesichtserkennung, denn schliesslich ist und bleibt Aussenwerbung ein One-to-Many-Medium. "
Ausserdem, so Holenstein, sei die Software noch nicht ausgereift genug, um Emotionen zuverlässig zu erkennen. Und zudem seien die Datenschutz-Vorbehalte in der Schweiz viel stärker als zum Beispiel in Asien.

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