Apple-Tablet iPad: Das grösste iPhone der Welt

28. Januar 2010, 10:51
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Am gestern Nacht vorgestellten Tablet-PC von Apple scheiden sich selbst die Geister der "Apple-Jünger".

Am gestern Nacht vorgestellten Tablet-PC von Apple scheiden sich selbst die Geister der "Apple-Jünger".
Die Gerüchteküche brodelte, wie meist bei Apple, bereits seit Wochen. Gestern Abend dann präsentierte Apple-Chef Steve Jobs den bereits erwarteten Tablet -PC an einer Veranstaltung in San Francisco. Das 1,3 Zentimeter dicke, mit einem 9 Zoll- (24,6 Zentimeter) Touchscreen-Display ausgerüstete iPad wiegt 680 Gramm, verfügt über 12 "innovative" Anwendungen, die speziell für das Gerät entwickelt wurden und fast alle der rund 140'000 Programme des AppStore sollen darauf laufen, heisst es in einer Mitteilung des Konzerns. Via iBookstore wird das iPad auch zum virtuellen Bücherregal und macht damit E-Readern wie etwa Amazons Kindle Konkurrenz.
Der iPad soll ab März dieses Jahres in zwei Varianten erhältlich sein. Entweder nur mit WLAN-Unterstützung oder mit WLAN und 3G-Mobilfunktechnologie und mit 16, 32 oder 64GB Speicher. In den USA liegen die Preise zwischen 499 und 829 Dollar. Wieviel die Geräte in der Schweiz kosten werden, ist noch nicht bekannt.
Anders als bei früheren Produktepräsentationen fällt das Echo auf das Apple Tablet selbst unter eingefleischten Apple-Fans allerdings deutlich weniger enthusiastisch aus. Während einige das Gerät als Revolution ansehen, betiteln es andere nur als das grösste iPhone der Welt. In der Tat ist es erstaunlich, wie fest das Gerät sich an das Erfolgshandy von Apple anlehnt. So sollen praktisch alle im AppStore erhältlichen iPhone-Apps auch auf dem iPad laufen und entweder zentriert auf dem Display gezeigt oder (mit entsprechendem Verlust der Grafikqualität) auf Vollbild skaliert werden. Wie das iPhone unterstützt allerdings auch das Tablet kein Multitasking. Gleichzeitiges Anzeigen des Webbrowsers und das Lesen eines E-Mails bleibt also weiterhin Wunschdenken. Auch die "iPhone-Features" der nicht wechselbaren Batterie, der fehlenden Speicherausbaumöglichkeiten und die fehlende Flash-Unterstützung wurden beim iPad übernommen.
Techcrunch-Gründer Arrington dürfte sich freuen
Michael Arrington, Gründer des amerikanischen Tech-Blogs Techcrunch, dürfte sich indes uneingeschränkt freuen, und zwar unabhängig davon, wie gut (oder schlecht) Apples neuester Wurf ist. Er, der jahrelang an einem eigenen Tablet-PC, dem Crunchpad, bastelte, musste Ende 2009 bekanntgeben, von seinem damaligen Partner, dem Startup FusionGarage ausgebootet worden zu sein. Aus sei der Traum des eigenen Tablet-PCs, bedauerte Arrington damals. Gut möglich aber, dass Arrington der damalige Streit gerade recht kam. Mit der Ankündigung von Apples iPad hätte sich Arringtons ChrunchPad nämlich mit einem gewichtigen Gegner im Markt anlegen müssen. (Tom Brühwiler)

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