Armee ordnet Whatsapp-Verbot an

5. Januar 2022 um 10:39
  • politik & wirtschaft
  • threema
  • whatsapp
  • e-government
image

Für dienstliche Kommunikation müssen Diensthabende ab sofort Threema nutzen.

Mitglieder der Schweizer Armee dürfen ab sofort das weitverbreitete Whatsapp nicht mehr für die Kommunikation mit anderen Armeeangehörigen nutzen. "Mit Threema sind Dienstgespräche in Uniform auch über Handys möglich, jedoch ohne digitale Spuren zu hinterlassen", schreibt die Kommunikationsabteilung der Armee auf Linkedin.
Alle anderen Dienste ausser Threema seien nicht mehr zugelassen, zitiert der 'Tagesanzeiger' aus einem Schreiben des Armeestabs, das im Dezember an alle Kommandanten und Stabschefs gemailt worden ist.
Da Threema den Firmensitz in der Schweiz habe, unterstehe sie nicht dem Cloud Act, sagte Armeesprecher Daniel Reist zum 'Tages-Anzeiger'. Dementsprechend ist der Dienst nicht verpflichtet, US-Behörden Zugriff auf gespeicherte Daten zu liefern, wenn diese anfragen würden. Threema hat bei den Armee-Entscheidern also vor allem aus Datenschutzgründen gepunktet.
Die Armee soll intern Anweisungen für die Installation von Threema angeben und die Kosten in Höhe von 4 Franken rückerstatten, schreibt die Zeitung weiter. Interessant ist, dass die Armee anders als die Bundesverwaltung nicht auf die Businessvariante 'Threema Work' setzt, sondern auf die private Version. Sie verspricht sich davon, dass möglichst viele den Wechsel mitmachen.
Auch verschiedene Schulen haben bereits ein Whatsapp-Verbot erlassen, zum Beispiel in Schaffhausen oder Winterthur.

Loading

Mehr zum Thema

image

Spital Männedorf wählt KIS von Cistec

Das Zürichsee-Spital ersetzt sein bisheriges Klinikinformationssystem durch Kisim. Für den Entscheid ausschlaggebend waren spezifische Funktionalitäten – und Preisüberlegungen.

publiziert am 9.10.2026
image

US-Regierung wirft Microsoft aus Visa-Programm raus

Ohne das Visa-Programm hätte Satya Nadella nie Microsoft-Chef werden können.

publiziert am 9.10.2026
imageAbo

Seco mietet sich in RZ von NTS ein

Das Staatssekretariat für Wirtschaft schliesst ein eigenes Rechenzentrum. Zum Preis von 10,8 Millionen Franken wird ins RZ "Colobern Nord" gezügelt.

publiziert am 8.10.2026
image

Banken müssen Lebendigkeit bei Online-Anmeldung prüfen

Bei Online-Anmeldungen schreibt die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht den Banken neu eine Lebendigkeitsprüfung vor. Damit soll der Betrugsschutz gestärkt werden.

publiziert am 8.10.2026