Blackberrys Sargdeckel wird zugenagelt

13. Oktober 2021, 10:49
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Ende Jahr stellt der kanadische Hersteller seine Unterstützung für seine Blackberry-Geräte ein. Damit werden diese unbrauchbar.

Totgesagte leben länger, heisst es so schön. Tatsächlich gilt das auch für Blackberrys: Im Jahr 2017 verpflichtete sich der gleichnamige Hersteller (ehemals Research in Motion, RIM), seine Handys und Tablets noch 2 Jahre lang zu unterstützen. Mittlerweile sind es deren 4 geworden. Aber nun ist Schluss.
"Ab 4. Januar 2022 werden Blackberry-Geräte nicht mehr funktionieren", schreibt der Hersteller. Betroffen ist Hardware mit den Betriebssystemen Blackberry 7.1 OS, Blackberry 10 und Blackberry Playbook OS 2.1 und jeweils ältere Versionen. User können ab diesem Zeitpunkt mit ihren Geräten nicht mehr telefonieren sowie keine E-Mails und SMS mehr empfangen und verschicken. Auch die Datennutzung funktioniert nicht mehr.

Blackberrys verschwinden endgültig von der Bildfläche

Es war ein Tod auf Raten. Vor 10 Jahren stellte der damals noch unter RIM firmierende Hersteller hoffnungsvoll das neue Betriebssystem BB10 (ursprünglich BBX) vor, jedoch blieb der Erfolg aus, während die Konkurrenz mit ihren iPhones und Galaxy-Geräten so richtig durchstartete.
Erstmals gepflegt werden musste Blackberry, als der Konzern im Jahr 2015 mit Android zum ersten Mal auf ein alternatives Betriebssystem setzte. Seit 2016, als Whatsapp die Unterstützung für Blackberry-Betriebssysteme einstellte, ist der Patient palliativ. Auf dieser Station bleibt er jetzt noch 83 Tage liegen, bis der Hersteller den Sargdeckel endgültig zunagelt, und die altehrwürdigen Blackberry-Geräte definitiv von der Bildfläche verschwinden.

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