Blu-ray: Das Medium für (reiche) Computerfanatiker?

1. März 2006 um 11:49
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    US-Marktstart am 23. Mai.

    US-Marktstart am 23. Mai.
    Das Duell zwischen den potentiellen Nachfolgerformaten der guten alten DVD tritt langsam in seine entscheidende Phase. Sonys Filmabteilung Sony Pictures Home Entertainment sowie der Publisher Lions Gate Entertainment Corp. haben angekündigt, dass am 23. Mai in den USA die ersten Filme auf Blu-ray-Discs veröffentlicht werden sollen. Gleichzeitig werden die ersten Blu-ray-Player von Sony und Samsung auf den Markt kommen.
    Ob eines der konkurrierenden Formate HD-DVD und Blu-ray das Rennen macht und zum dominanten Nachfolgeformat für die DVD wird, oder ob es eine längere Koexistenz gibt, werden letztendlich die Konsumenten entscheiden.
    Ein wichtiges Kriterium dabei wird der Preis sein. Die ersten Blu-Ray-Player werden zwischen rund 800 und 1000 Dollar kosten. Zumindest Lions Gate will für seine Blu-ray-Filme deutlich mehr (29,99 Dollar für ältere, 39,99 Dollar für neuere Filme) verlangen, als die gleichen Filme in den USA auf DVD kosten. Steve Beeks, President von Lions Gate, hat eine etwas eigenwillige Begründung für den Aufschlag: "Jeder, der 800 bis 1000 Dollar für einen Player ausgibt, sollte über den Preis [der Disks] gar nicht nachdenken", erzählte er dem 'Wall Street Journal'.
    Die Leute, die also möglichst ohne ihr Gehirn einzuschalten tief in ihr Portemonnaie greifen sollen, wittert Beeks vor allem in einer speziellen Käuferschicht: Den "Computer Geeks". Darauf ist auch die Titelauswahl von Lions Gate abgestimmt. "Viele Computer Geeks mögen Horror-Filme oder Action- und Abenteuerfilme", so Beeks.
    Lions Gate veröffentlicht zuerst die aus dem letzten jahr stammenden Spielfilme "Crash" und "Lord Of War sowie die älteren "The Punisher," "Saw" und "Terminator 2: Judgment Day" auf Blu-ray. Sony wirft am 23. Mai auf Blu-ray vorerst nur ältere Filme wie "50 First Dates," "The Fifth Element," "Hitch," "House of Flying Daggers," "A Knight's Tale," "The Last Waltz," "Resident Evil Apocalypse" und "XXX" auf den US-Markt. (Hans Jörg Maron)

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