Das 5-Sterne-Hotel hat soeben eine Ransomware-Attacke bestätigt, die bereits am 18. Oktober erfolgt war. Wie die Nobelherberge gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA ausführte, haben Cyberkriminelle Lösegeld für die Entschlüsselung der Daten gefordert. Zudem hätten die behauptet, Daten von den Servern heruntergeladen zu haben.
Lösegeld sei aber keines gezahlt worden, sagte ein Sprecher des Hotels auf Anfrage von Keystone-SDA. Die betroffenen Systeme seien "sofort" vom Netz genommen worden.
Zudem schaltete der Tourismusbetrieb die Kantonspolizei Graubünden und die kantonalen Datenschutzbehörden ein. Externe Experten für IT-Forensik analysieren den Angaben zufolge den Angriff und sollen prüfen, ob möglicherweise personenbezogene Daten offengelegt worden sind.
Auf den vom Angriff betroffenen Servern lagen laut dem Hotel Datensätze von Gästen, Mitarbeitenden und Geschäftspartnern. Diese umfassten Namen, Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Informationen zur Gästeregistrierung. Bank- oder Kreditkartendaten seien jedoch von der Attacke nicht berührt gewesen, da Zahlungen nicht über die betroffenen Systeme abgewickelt würden, hiess es.
Die Nobelherberge in den Bündner Bergen über dem Dorf Flims umfasst 143 Suiten und Zimmer, untergebracht in vier Gästehäusern. Zu dem im Jahr 1877 erbauten Hotel gehören mittlerweile auch vier Restaurants, ein Spa und der schweizweit grösste Hotel-eigene Park.