Bund stärkt KI-Kompetenzen mit Hilfe der ETHs

25. März 2021 um 11:10
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Mit einem Kompetenzzentrum bietet das BFS Data-Science-as-a-Service für die Verwaltung. Die ETHs sollen für zusätzliches Know-how sorgen.

Das Bundesamt für Statistik (BFS) wird künftig mit dem "Swiss Data Science Center" der beiden ETHs zusammenarbeiten. Dadurch soll die Nutzung von Datenwissenschaft und Künstliche Intelligenz in der Bundesverwaltung vorangetrieben werden, wie es in einer Mitteilung heisst.
"Ich freue mich sehr über diese strategische Partnerschaft zwischen unseren beiden Hochschulen und dem BFS im Rahmen eines gemeinsamen Flaggschiffprojekts", sagt Martin Vetterli, Präsident der EPFL.

Wissenstransfer soll gestärkt werden

Mit dem Swiss Data Science Center (SDSC) als Partner soll das Kompetenzzentrum des BFS für Datenwissenschaft (DSCC) gestärkt werden. Dieses sei auf Anfang 2021 eingerichtet worden. Die beiden Hochschulen sollen das Amt dabei unterstützen, passende Kompetenzprofile zu ermitteln und die nötigen Fachpersonen zu rekrutieren. Gleichzeitig seien die Mitarbeitenden des Bundes eingeladen, das SDSC der ETH zu besuchen, um ihre Kompetenzen weiterzuentwickeln und sich mit anderen Experten zu vernetzen.
Ein weiterer Aspekt der Zusammenarbeit umfasst laut der Mitteilung die Infrastruktur. Das DSCC werde die vom SCSC entwickelte Open-Source-Plattform Renku nutzen. Renku sei in das akademische Netzwerk Switch integriert und unterstütze die Zusammenarbeit. Dabei sei für das BFS eine spezifische Instanz geschaffen worden, damit die gesetzlichen Datenschutzgrundsätze eingehalten werden können.
Die Partnerschaft soll ausserdem innerhalb der Bundesverwaltung das Verständnis fördern sowie den Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch in den Bereichen Datenwissenschaft und Künstliche Intelligenz gewährleisten.

Hilfe für Bundesämter und Gemeinden

Der Bundesrat hat die Gründung des Kompetenzzentrums im Frühling 2020 beschlossen. Aufgabe des DSCC sei, die Bundesverwaltung bei konkreten Vorhaben im KI-Bereich zu unterstützen. 
"Mit dieser Partnerschaft hat das BFS die Möglichkeit, den für die Bundesverwaltung grundlegenden Auftrag zu erfüllen, den es im Mai 2020 vom Bundesrat erhalten hat", erklärt Georges-Simon Ulrich, Direktor des BFS.
Das DSCC soll Kompetenzen entwickeln, um Methoden, Techniken und Praktiken aus der Datenwissenschaft und der Künstlichen Intelligenz zu nutzen, die zu einem neuen Verständnis dieser Themen in der Politik beitragen. Konkret erbringe das DSCC datenwissenschaftliche Dienstleistungen für die gesamte Bundesverwaltung. Es soll sich zudem um eine Zusammenarbeit mit den Kantonen und Gemeinden bemühen.
Joël Mesot, Präsident der ETH Zürich, betont die Bedeutung dieser Partnerschaft: "Der Einsatz der Datenwissenschaft und der künstlichen Intelligenz im Dienst des Gemeinwohls ist eine der grössten Herausforderungen der Gegenwart."

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