CMI kauft Roth Soft

20. Januar 2020 um 16:26
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Mit dem Zukauf von Roth Soft baut CMI den Bereich Schulen aus und wächst auf über 80 Mitarbeitende an.

 Um die Weiterentwicklung ihrer Software "LehrerOffice" vorantreiben zu können, haben Monika und Stefan Roth ihr Unternehmen Roth Soft an den auf die öffentliche Verwaltung fokussierten IT-Dienstleister CM Informatik (CMI) verkauft. Zum Verkaufspreis wurden keine Angaben gemacht.
Roth Soft beschäftigte zuletzt 13 Mitarbeitende in Unterstammheim und 5 im deutschen Singen. Alle werden übernommen und beide Standorte bleiben erhalten, teilt CMI mit. Das Ehepaar Roth werde ebenfalls an Bord bleiben. Stefan Roth werde neu das Produkt-Management von CMI leiten und Mitglied der Geschäftsleitung werden, heisst es weiter. Monika Roth werde gleichsam als "Hüttenwart" amten und ihrem Mann in allen Belangen den Rücken freihalten, sagt CMI-CEO Stefan Bosshard in einem kurzen Telefonat mit inside-channels.ch.
Die bisherigen Besitzer begründen den Verkauf damit, dass es für kleinere KMU eine grosse Herausforderung sei, die steigenden Anforderungen in der Softwareentwicklung und den sicheren Betrieb zu garantieren. Zudem hätte die Arbeitsbelastung durch administrative Arbeiten, juristische Fragen oder auch den Datenschutz stetig zugenommen. Deshalb habe man entschieden, sich einem grösseren Unternehmen anzuschliessen.

CMI baut Angebot für Schulen aus

Bosshard sieht den Zukauf als ideale Ergänzung zu dem seit drei Jahren betriebenen Aufbau des Bereichs Schul-Software. Damals habe man sich strategisch entschieden, in diesem Bereich künftig auf Volksschulen zu fokussieren. Mit dem Zukauf beschäftige man in diese Geschäftsbereich knapp 28 Mitarbeitende und habe im letzten Jahr ein erstes Pilotprojekt gestartet, schiebt er nach. "In naher Zukunft" könne man somit ein ganzheitliches Angebot für die Volksschule liefern.
Zu den bereits vorhandenen eigenen Fachanwendungen für die Schulverwaltung namens CMI-Schule, CMI-Dossier und CMI-Protokoll sowie der Schulbehördenlösung CMI-Sitzungen komme die Software für Lehrpersonen von Roth Soft. So könne in der Volksschule der gesamte Bereich Schule aus einer Hand abgedeckt werden.
Zudem, schreibt CMI weiter, erlaube die Bündelung des Know-hows beider Firmen, die jetzigen und künftigen Bedürfnisse des Bildungsmarktes adressieren zu können. So werde unter anderem auch sichergestellt, dass LehrerOffice – es wird derzeit von gut 40'000 Usern in der Deutschschweiz genutzt – langfristig weiterentwickelt und unterstützt werde.
Erleichtert wird laut CMI die Übernahme dadurch, dass Roth Soft wie CMI an einer neuen, mobilen Software-Generation arbeitete. Diese Entwicklung soll nun vorangetrieben und darin investiert werden.
Hinzu kommt, wie der CMI-CEO erklärt, dass man Volksschulen diese Software-Lösung auch im SaaS-Modell verfügbar machen kann. Neben der selbstbetriebenen Software biete man also auch eine Cloud-basierte Variante, so Bosshard. Nötig sei das nicht zuletzt deshalb, weil LehrerOffice bereits von rund der Hälfte der Roth-Soft-Kunden genutzt werde.
CMI beschäftigt seit der Übernahme insgesamt 83 Mitarbeitende. Während 28 den Sektor Schule adressieren, fokussieren die anderen den Markt für öffentliche Verwaltung. Dafür hat man vor kurzem erst mit Axians Ruf und Axians IT&T zusammengespannt. Das Unternehmen ist im Besitz der Familie Bosshard, hat seinen Hauptsitz in Schwerzenbach und unterhält Zweigstellen in Emmenbrücke und Wil. 

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