Cooks problembeladener erster Chinabesuch

27. März 2012, 11:41
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Trotz stark wachsender Absatzzahlen kommt Apple-Chef Tim Cooks erster Besuch in China weniger einem Triumphzug, sondern mehr einem Gang nach Canossa gleich.

Trotz stark wachsender Absatzzahlen kommt Apple-Chef Tim Cooks erster Besuch in China weniger einem Triumphzug, sondern mehr einem Gang nach Canossa gleich. Denn der Kampf um die Markenrechte an dem Namen "iPad" und die viel kritisierten Arbeitsbedingungen beim Produktionspartner Foxconn sind nicht die einzigen Sorgen, die den Jobs-Nachfolger nach China treiben. So hat das Unternehmen im Reich der Mitte zuletzt auch Boden an den Erzrivalen Samsung verloren und ist das neue iPad dort noch nicht auf den Markt gekommen.
Das Ringen um die von Proview beanspruchten Namensrechte an "iPad" nimmt kein Ende. Im Raum stehen Forderungen von bis zu zwei Milliarden Dollar. Sollte Apple in weiteren Etappen den Rechtstreit in China verlieren, müsste das Unternehmen hohe Kompensationsleistungen zahlen oder den Namen der eigenen Tablets ändern. Dem ist vorausgegangen, dass im Februar in einigen chinesischen Ladengeschäften auf gerichtliche Anordnung schon iPads beschlagnahmt worden sind.
Ein heikles Thema, das Cook bei seinem Besuch in China auch beschäftigen dürfte, sind die Arbeitsbedingungen bei den Zulieferbetrieben in China, allen voran bei dem iPod-, iPhone- und iPad-Assemblierer Foxconn, der gerade eine grosse Order für das neue iPhone 5 erhalten haben soll. Apple selbst wurde zwar nicht offen genannt, aber in jüngster Zeit hat die chinesische Regierung ausländischen Unternehmen vorgeworfen, die Arbeiter des Landes auszubeuten. (kh)

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