Diesmal schlägt Thoma Bravo bei Imperva zu

11. Oktober 2018 um 13:40
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Einmal mehr hat der Tech-Investor Thoma Bravo im IT-Umfeld zugekauft.

Einmal mehr hat der Tech-Investor Thoma Bravo im IT-Umfeld zugekauft. Gestern teilte das kalifornische Cybersicherheitsunternehmen Imperva mit, man habe mit der amerikanischen Private-Equity-Firma den Verkauf vereinbart. Demnach wird Thoma Bravo 55,75 Dollar pro Aktie bezahlen, was einem Firmenwert von 2,1 Milliarden Dollar entspreche. Der Verkaufspreis pro Imperva-Aktie lag damit rund 30 Prozent über dem Wert des letzten Handelstags vor Bekanntgabe des Deals.
Vereinbart sei, dass der Applikations-Security-Spezialist seinen Firmensitz behalte und weiterhin vom derzeitigen Führungsteam geleitet werde, heisst es weiter. Die Transaktion werde voraussichtlich im vierten Quartal 2018 oder zu Beginn des ersten Quartals 2019 über die Bühne gehen. Sie bedürfe noch der Zustimmung der Aktionäre und Aufsichtsbehörden. Ausserdem wird mitgeteilt, dass der Fusionsvertrag eine 45-tägige Periode vorsieht, in der alternative Angebote eingeholt und Verhandlungen mit anderen Kaufinteresssenten aufgenommen werden können.
Wobei Imperva-CEO Chris Hylen dem Investor schon eine hervorragende Erfolgsbilanz bei der Unterstützung von Cybersicherheitsunternehmen bescheinigt hat und erklärte: "Wir freuen uns, einen Partner mit strategischem Know-how zu gewinnen". Imperva werde flexibler sein, sich auf die Umsetzung der langfristigen Strategie zu konzentrieren.
Offen ist, ob der Deal rechtlich gefährdet ist. Denn inzwischen haben mit Presseerklärungen schon zwei Anwaltskanzleien - John Fistel und Rigrodsky & Long - Ermittlungen angekündigt. Dabei sollen die Pflichten des Verwaltungsrats gegenüber Aktionären auf den Prüfstand kommen. Angeblich sei versäumt worden, aktiv Käufer mit einem höheren Preisangebot zu suchen. Bei Johnson Fistel beruft man sich jedenfalls auf einen Wall-Street-Analysten, der ein Ziel von 65 Dollar pro Aktie festgelegt habe.
Thoma Bravo hat bereits diverse Firmen im IT- und Security-Umfeld übernommen oder abgestossen. Allein 2017 wurde Landesk verkauft wieder zur Sprache, in die Thoma Bravo investiert ist. (vri)

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