Der Industriekonzern ABB verkauft seine Robotics-Division für rund 5,4 Milliarden US-Dollar an Softbank. Wie das Zürcher Unternehmen mitteilt, verabschiedet es sich damit vom
ursprünglichen Plan, das Geschäft als eigenständig börsenkotiertes Unternehmen auszugliedern.
Die Sparte zähle zu den führenden Robotik-Anbietern der Welt und beschäftige rund 7000 Mitarbeitende, so ABB. Im vergangenen Jahr habe sie einen Umsatz von 2,3 Milliarden US-Dollar erzielt und damit etwa 7% des Konzernumsatzes beigesteuert. Die operative EBITA-Marge beziffert der Konzern auf 12,1%.
In der Mitteilung lässt sich ABB-Verwaltungsratspräsident Peter Voser mit den Worten zitieren: "Der Verwaltungsrat und die Konzernleitung haben Softbanks Angebot sorgfältig geprüft und dem ursprünglich geplanten Spin-off gegenübergestellt. Es widerspiegelt die langfristigen Stärken des Robotikgeschäfts und der Verkauf wird unmittelbar Wert für die Aktionärinnen und Aktionäre von ABB schaffen." Der Konzern wolle auf seine langfristige Strategie in den Bereichen Automatisierung und Elektrifizierung fokussieren, so Voser weiter.
Der CEO des japanischen Konzerns Softbank, Masayoshi Son, doppelt nach: "Für Softbank ist physische KI die Zukunft. Gemeinsam mit ABB Robotics bringen wir weltweit führende Technologie und Talente im Sinne einer gemeinsamen Vision von künstlicher Superintelligenz und Robotik zusammen."
Der bisherige Leiter des ABB-Geschäftsbereichs Robotik & Fertigungsautomation, Sami Atiya, werde das Unternehmen im Rahmen der Veräusserung der Robotics-Division verlassen. Wie es in einer weiteren Mitteilung heisst, scheide Atiya damit zum Jahresende 2025 auch aus der Konzernleitung aus. Er werde jedoch die Robotics-Division sowie den Carve-Out-Prozess im nächsten Jahr noch als strategischer Berater unterstützen.