Digital Realty schluckt Interxion

30. Oktober 2019, 15:15
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Der niederländische RZ-Anbieter Interxion geht in einem 8,4 Milliarden Dollar schweren Deal in die Hände des amerikanischen RZ-Giganten.

Der niederländische RZ-Anbieter Interxion geht in einem 8,4 Milliarden Dollar schweren Deal in die Hände des amerikanischen RZ-Giganten.
Der RZ-Gigant Digital Realty kauft Interxion in einem 8,4 Milliarden Dollar schweren Deal. Mit der Übernahme baut der amerikanische Anbieter Digital Realty seine Präsenz in Europa deutlich aus. Bislang war Digital Realty in vier europäischen Städten präsent. Mit Interxion kommen 53 RZs in 13 Städten hinzu – darunter auch Zürich.
Dank der Übernahme werde man "einzigartig positioniert sein, um die wachsende globale Nachfrage von Unternehmen, Service-Providern und Cloud-Plattformen zu befriedigen, die Colocation-, Hybrid-Cloud und Hyperscale-RZ-Lösungen suchen", schreibt Digital Realty.
Gemäss der Mitteilung erhalten Interxion-Aktionäre für jede von ihnen gehaltene Interxion-Aktie rund 0,7 Prozent einer Digital-Realty-Aktie. Der Deal bewertet Interxion mit 93,48 US-Dollar pro Aktie – deutlich über dem Montagsschlusskurs von 88,67 US-Dollar. Der Abschluss der Transaktion unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen, einschliesslich der Zustimmung der Aktionäre von Interxion und Digital Realty.
Digital Realty hat per Ende September 2019 einen Quartalsumsatz von 806 Millionen Dollar erwirtschaftet und einen Reingewinn von 67,5 Millionen Dollar. Das US-Unternehmen ist mit rund 220 RZs vor allem in den USA präsent, betreibt aber weltweit Rechenzentren. Interxion mit starker Präsenz in Europa setzte im zweiten Quartal 2019 (per Ende Juni) 158,5 Millionen Euro um und erzielte einen Gewinn von 8,6 Millionen Euro.
Digital-CEO William Stein wird gemäss Mitteilung weiter an der Spitze des Unternehmens bleiben. David Ruberg, CEO von Interxion, werde die operativen Einheiten in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika leiten, die unter dem Markennamen "Interxion, a Digital Realty Company" firmieren werden. Es werde erwartet, dass Ruberg innerhalb von etwa einem Jahr nach Abschluss der Transaktion von dieser Funktion als EMEA-CEO zurücktrete. (kjo)
(Update: Die Zahl der von Digital Realty betriebenen RZs wurde korrigiert.)

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