E-Government in der Schweiz in neuen Zahlen

12. April 2021, 12:10
  • schweiz
  • e-government
  • verwaltung
image

Laut E-Government Schweiz bremsen 2 Faktoren die vermehrte Nutzung.

Die Organisation E-Government Schweiz ist der Meinung, dass E-Government in der Schweiz Fortschritte macht und hat einige Zahlen zusammengestellt, die dies untermauern sollen.
So haben gemäss dem E-Government Monitor 2020 letztes Jahr 60% (+2%) der Schweizer Bevölkerung Online-Angebote der Behörden genutzt. 66% der Stadtbewohnerinnen und -bewohner nutzen digitale Behördendienste, während es auf dem Land etwas mehr als die Hälfte waren.
12% der Bevölkerung haben gemäss der selben Quelle während der ersten Welle der Coronakrise ihre Behördengänge vermehrt online durchgeführt. 3% haben zum ersten Mal einen E-Service benutzt. 70% möchten auch nach der Coronakrise öfter Online-Dienste nutzen. Insgesamt, so der Monitor, ist fast drei Viertel der Bevölkerung mit dem Online-Angebot der Behörden zufrieden.
Einer dieser Services, den E-Government Schweiz besonders hervorhebt, ist eUmzugCH. Das Portal wird zentral von E-Operations Schweiz betrieben und mittlerweile wird es in 18 Kantonen benützt. Alle anderen Kantone ausser Genf planen die Einführung noch im laufenden Jahr. Laut Zahlen von E-Government Schweiz sind gegenwärtig 41% der Gemeinden an das Portal angeschlossen. Täglich werden rund 300 Umzugsmeldungen über das Portal verarbeitet.
image

Mangelnde Bekanntheit und Datenschutzbedenken bremsen Nutzung

Aber es gibt natürlich auch weiterhin einen grossen Teil der Bevölkerung, der die digitalen Services nicht benützt. Ein Grund ist die mangelnde Bekanntheit mancher Services. 45% der Schweizer Bevölkerung nutzt eigentlich vorhandene elektronischen Behördendienste nicht, weil sie diese gar nicht kennt.
Für die Hälfte der Bevölkerung ist aber auch der persönliche Kontakt auf dem Amt wichtig und einfacher. Als weitere Hürden nennen ca. 40% der Befragten die undurchschaubare Struktur von E-Services, Besorgnis bezüglich des Datenschutzes oder die Angst vor Konsequenzen bei unvollständiger Dateneingabe.
E-Government Schweiz ist die Organisation von Bund, Kantonen und Gemeinden für die Ausbreitung elektronischer Behördenleistungen. Sie steuert, plant und koordiniert die gemeinsamen E-Government-Aktivitäten der drei Staatsebenen.

Loading

Mehr zum Thema

image

ALV braucht IT-Know-how für bis zu 55 Millionen Franken

In 8 Arbeitsgebieten sucht das Seco für die kommenden 5 Jahre Digitalisierungs-Knowhow für die RAVs und die Arbeitslosenversicherung.

publiziert am 30.9.2022
image

Palantir übernimmt 230-Millionen-Auftrag, um US-Drohnen effizienter zu machen

Der opake Datenanalyse-Konzern des rechtslibertären Milliardärs Peter Thiel gibt auch in Europa wieder zu Reden. CEO Alex Karp inszeniert sich als kritischer Geist.

publiziert am 30.9.2022
image

Zürcher Datenschützerin zum Cloudeinsatz: "Der Regierungsratsbeschluss ändert gar nichts"

Bei Dominika Blonski häufen sich seit dem Frühling Anfragen von Behörden zur Cloudnutzung. Im Gespräch sagt die Datenschützerin: "Ich weiss nicht, was die Absicht der Zürcher Regierung war."

publiziert am 30.9.2022 3
image

Bund soll Frauen­anteil in MINT-Berufen genauer untersuchen

Ein neuer Bericht soll zeigen, ob und wie bisherige Massnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils im MINT-Bereich wirken und welche neuen Massnahmen es braucht.

publiziert am 30.9.2022