Erstmals wurden Digital Economy Awards vergeben

22. November 2018, 11:10
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Am neuen Event der Schweizer Tech-Branche wurden sechs Sieger erkoren. Das Drohnen-Startup Auterion ist Gewinner des Digital Economy Awards.

Am neuen Event der Schweizer Tech-Branche wurden sechs Sieger erkoren. Das Drohnen-Startup Auterion ist Gewinner des Digital Economy Awards.
Der Swiss ICT Award des Branchenverbands SwissICT wurde 2018 erstmals mit dem Digital Transformation Award verschmolzen, der zuvor Teil von Best of Swiss Web war. Der Markenname heisst neu "Swiss Digital Economy Award".
Von Luzern nach Zürich verlegt, fand im verkleinerten Zürcher Hallenstadion die erste Award- und Zertifikatsvergabe statt. Organisiert wurde sie von einem Joint-Venture von SwissICT und dem Verlag Netzmedien.
Die Gewinner der Award-Kategorien:
"Digital Transformation KMU": Ex Libris erhielt die Auszeichnung für die End-to-End-Digitalisierung von "der Beschaffung bis an den Point of Sales", so die Jury.
"Digital Transformation Grossunternehmen": Der Hörgerätehersteller Sonova überzeugte die Jury. "Durch konsequente Analyse der Kundenbedürfnisse und deren 'Customer Journeys' konnte das Unternehmen seine Produkte und vor allem seine Dienstleistungen optimal neu aufstellen – von Anfang bis Ende digitalisiert."
"Digital Transformation NPO & Government": Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International Schweiz wurde ausgezeichnet, weil laut Jury "der Wille zur Veränderung auf allen Ebenen erkennbar ist".
"Highest Digital Quality": Hier gewann die SBB mit der sogenannten NOVA-Plattform, weil laut der Jury "nachvollziehbar wurde, dass über das gesamte Projekt hinweg und auch in der Betriebsphase Qualitätsansprüche in einer digital agilen Umgebung ausserordentlich hoch gehalten wurden".
"Digital Innovation of the Year": Modum.io wurde für Modsense ausgezeichnet. Es handle sich um "Innovation in einer Hard- und Softwarelösung und bringt Informations- und Wertefluss im Transport kritischer Güter zusammen". Aktuell sind dies Medizinalprodukte.
"Next Global Hot Thing": Aus 30 Startups, welche nach einem Scouting-Prozess der Jury ins Rennen genommen wurden, wurde das "Drone Tech"-Start-up Auterion als Sieger erkoren. Die Zürcher bieten ein Betriebssystem für Drohnen, mit welchem sie gerne zum "Linux für Drohnen" werden würden. "Die Kombination aus Top-Schweizer Know-How und Unternehmertum, das absolut skalierbare Open-Source-Modell sowie das internationale Team aus Top-Talenten aus aller Welt positionieren Auterion ideal, The Next Global Hot Thing zu werden", so die Jury.
Sie erhielten als Highlight und als Gewinner des ersten Digital Economy Awards zudem einen 5'000-Franken-Check, um laut Aussagen auf der Bühne "global durchstarten zu können".
Im Laufe des Abends wurden auch 17 Gold-, Silber- und Bronze-Zertifikate an Kandidaten in vier Themen vergeben, welche Verbands-Fachgruppen regelmässig bearbeiten. Konkret kamen die Kandidaturen in den Bereichen Industrie 4.0, Lean, Agile & Scrum, Sourcing & Cloud sowie User Experience.
500 Gäste und Dinner statt Apero Riche
"Der Digital Economy Award hat die Aufgabe, die Perlen, die es in der Schweizer Digitalwirtschaft gibt, ins Rampenlicht zu rücken," so Christian Hunziker, Geschäftsführer des Branchenverbands SwissICT zu den Zielen des neuen Konzepts. Und weil diese primär in Zürich beheimatet seien, habe man die Vergabe verlegt.
Dieses Konzept ähnelt stark den "Best-of-Swiss-Web"-Awards (BOSW). So waren Kandidaturen nicht kostenlos und es wurde die Anzahl Kategorien merklich erhöht. Auch wurden die Jurys neu besetzt. Auf ein Publikumsvoting, das an den BOSW immer wieder kritisiert wird, wurde verzichtet.
Im Unterschied zum früheren Swiss ICT Award wurden die Preise nicht bei Konzertbestuhlung zwischen einem Apero und einem Apero Riche vergeben, sondern zwischen den Gängen eines Dinners an reservierten Tischen.
70 Eingaben von Firmen wurden verzeichnet, hinzu kamen die ausgewählten Startups.
Die Veranstalter meldeten über 500 Gäste, dies im Unterschied zu den jeweils 600 bis 700 Teilnehmern bei der Vergabe der Swiss ICT Awards. Unter den Gästen fanden sich die Award-Kandidaten, welche mit zwischen einem und einem Dutzend Personen teilnahmen. Dazu waren viele der rund 40 Jury-Mitglieder sowie Sponsoren, zahlende und geladene Gäste dabei.
Die Präsentationen der Kandidaten und Sieger seien bewusst kurz gehalten worden, denn es gebe viele Kategorien und Kandidaten. Man wollte nicht, dass die Dauer der Award-Vergabe den Networkingteil des Anlasses zu sehr beschränke, war am Rande zu vernehmen. (mag)

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