Die Erfolgsstory des deutschen Über-VARs Bechtle hat seit der Übernahme von Delec zum ersten Mal an Glanz verloren. Die Integration von Delec verläuft nicht ohne Nebengeräusche. Würde Bechtle Delec heute wieder kaufen? Bechtle-Chef Ralf Klenk und sein Schweizer Deputy Thomas Willenegger stellten sich den kritischen Fragen von inside-channels.ch.
"Die Delec-Aktionäre haben einen ordentlichen Preis erzielt", antwortet Bechtle-Chef Ralf Klenk (Foto) im Exklusiv-Gespräch mit inside-channels.ch trocken auf die Frage, ob Delec angesichts der
Integrationsschwierigkeiten nicht überzahlt habe. Immerhin bezahlte Bechtle fast 16 Millionen Franken in Cash - unüblich viel für die sparsamen Schwaben. Zudem bezahlte Bechtle die Delec-Übernahme ganz entgegen dem üblichen Vorgehen ohne Bedingungen.
Wie Klenk und Willenegger ausführen, ging es beim Kauf von Delec vor allem um die geografische Abdeckung der Schweiz und noch mehr um das grosse Abacus-Know-how der Delec-Leute. Zum ersten Mal, geben die Bechtle-Leute im Gespräch auch zu, dass man in der Schweiz mit Übernahmen sehr rasch gewachsen ist und nun mit Überschneidungen der Märkte der einzelnen Bechtle-Häuser leben muss.
Lesen Sie unser ausführliches Gespräch mit Ralf Klenk und Thomas Willenegger. Die Themen: Wurde Delec überzahlt? Wie geht Bechtle mit den Überschneidungen in Portfolio und Kundenstamm bei den Schweizer Systemhäusern (Bechtle, Delec, CDC IT, Gate, Bechtle Data) um? Was tut Thomas Willenegger gegen die Abwanderung von enttäuschten Delec-Spezialisten? Wird Bechtle in der Schweiz zu dominant? Wie hütet Ralf Klenk den riesigen Zoo aus zwei multinationalen E-Commerce-Firmen, 60 VARs und diversen Spezialisten? Und: Was ist die Zukunft von ARP?