Exklusiv! Swisscom wirft Cisco aus dem Core-Netzwerk

7. Juni 2017, 13:01
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Huawei gewinnt den Grossauftrag für die Lieferung der Netzwerkausrüstung für das Swisscom-eigene Netzwerk. Cisco verliert den 250-Millionen-Franken Deal.

Huawei gewinnt den Grossauftrag für die Lieferung der Netzwerkausrüstung für das Swisscom-eigene Netzwerk. Cisco verliert den 250-Millionen-Franken Deal.
Die Spatzen pfeifen es von Dächern in Bern, Wallisellen und Dübendorf: Cisco hat den prestigereichen Grossauftrag für den Bau des Core-Netzwerks von Swisscom verloren. Gewinner des Ende 2016 ausgeschriebenen Grossauftrags ist der chinesische Netzwerkausrüster Huawei.
Während mehrere Branchenkenner die Story bestätigen, hüllen sich die betroffenen Firmen in Schweigen. Weder Swisscom, noch Huawei und Cisco wollten die Fragen von inside-channels.ch zum Deal beantworten. Dabei geht es um viele Millionen Franken. Insider reden davon, dass der Auftrag alleine im laufenden Jahr ein Volumen von 80 Millionen Franken habe. Über die ganze Vertragsdauer hinweg soll es gar um 250 Millionen Franken gehen.
Swisscom war bisher der mit Abstand grösste Kunde von Cisco in der Schweiz. Das könnte sogar so bleiben, denn Cisco wird weiterhin der Lieferant für Komponenten für die Netzwerke der Swisscom Outsourcing-Kunden sein, hört man aus der Szene. Cisco Schweiz liess uns folgendes Statement zukommen: "Cisco blickt auf eine langjährige und sehr gute Zusammenarbeit mit Swisscom zurück und freut sich, diese auch in Zukunft weiterzuführen."
Zeitenwende im Netzwerkbusiness?
Mit dem Swisscom-Core-Netzwerk gewinnt Huawei bereits zum dritten Mal einen prestigereichen Auftrag in der Schweiz. 2012 schnappten sich die Chinesen den Outsourcing-Deal für den Unterhalt des Mobilfunk- und Festnetzes von Sunrise. für den Bau der "Fibre-to-the-Street"-Infrastruktur ernannt. Und nun eben der Auftrag für die Lieferung der Technologie für Swisscoms Kern-Netzwerk.
Prestigereich ist der Auftrag deshalb, weil der Schweizer Markt und Swisscom weltweit den Ruf haben, hohe Qualitätsansprüche an Lieferanten zu stellen. Er zeigt, dass die Dominanz der europäischen und US-amerikanischen Hersteller im Netzwerkbusiness Geschichte ist.
Der Auftrag für den Bau von Swisscoms Mobilfunk-Netzwerk ist von dem Deal übrigens nicht betroffen und bleibt bei Ericsson. (Christoph Hugenschmidt)

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