Guido Honeggers ISP (Internet Service Provider) und KMU-Outsourcer Green.ch steigt ab Sommer 2006 aus den Sponsoring-Verträgen mit dem FC Zürich und den ZSC Lions aus. Man wolle künftig vermehrt Werbung im elektronischen und klassischen Bereich betreiben, heisst es in einer Pressemitteilung von gestern Samstag. Green.ch werde die beiden Zürcher Vereine aber weiterhin "in kleinerem Rahmen" unterstützen, so die Mitteilung. Green.ch bezahlte beim FCZ eine Million jährlich, beim ZSC ("Z", wie er in Zürich genannt wird) 750'000 Franken.
Nicht betroffen davon sind allerdings Guido Honeggers, der Green.ch besitzt, persönliche Ambitionen. Er ist zur Zeit Vizepräsident des Fussball Clubs Zürich (FCZ). Er werde dem volksnahen Zürcher Club weiterhin treu bleiben, sagte er der SonntagsZeitung und er werde auch dem ZSC "für immer" verbunden bleiben. Konkret will er "mit seinem privaten Geld" dem FCZ auch bei Transfers helfen, sagte Honegger zur SonntagsZeitung.
Honegger wird als potentieller Nachfolger des FCZ-Präsidenten Sven Hotz gehandelt, der in guten und schlechten Zeiten jährlich Defizite des Clubs in Millionenhöhe gestopft hatte und nebenbei auch sehr viel für den Zürcher Breitensport getan hat. Guido Honeggers Job (und Traum) ist es, beim Zürcher Fussballclub professionelle Strukturen zu schaffen und ihn von einem einzelnen Mäzen unabhängig zu machen. (Christoph Hugenschmidt)
(Interessenbindung: Der Schreibende mag den FCZ.)