Firefox-Handys: Schweizer Telcos sind interessiert

4. Juli 2013, 07:50
  • zte
  • smartphone
image

Swisscom, Sunrise und Orange prüfen die Einführung von Smartphones mit Firefox OS.

Swisscom, Sunrise und Orange prüfen die Einführung von Smartphones mit Firefox OS.
Dieser Tage ist in Spanien das erste Smartphone auf den Markt gekommen, das mit dem neuen Firefox OS läuft. Die Stiftung Mozilla hatte das Handy-Betriebssystem im Frühling vorgestellt; es soll vor allem in aufstrebenden Märkten wie Lateinamerika zum Einsatz kommen und in günstigen Handys werkeln. Im Visier hat Mozilla also Smartphone-Einsteiger. Insbesondere Apple konnte diese Käuferschicht bisher nicht ansprechen, da iPhones tendenziell teuer sind.
Möglicherweise könnten Handys mit Firefox OS aber auch in der Schweiz - traditionell ein iPhone-verliebtes Land - bald auf den Markt kommen. Die drei Mobilfunkbetreiber signalisieren jedenfalls Interesse. Bei Swisscom heisst es auf Anfrage, es liege kein definitiver Entscheid vor, doch man prüfe die Aufnahme ins Portfolio. Sunrise teilt mit, man beobachte die Nachfrage beziehungsweise den Erfolg neuer Geräte wie im Falle des Firefox-Phones "mit grossem Interesse". Zurzeit sei eine Aufnahme ins Sortiment nicht geplant. "Aber wir prüfen dies bei entsprechendem Bedarf gegebenenfalls erneut", so Sunrise. Auch Orange interessiert sich für die Firefox-Handys: "Wir sind im Moment am Evaluieren, ob und wenn ja, wann wir das Gerät im Sortiment haben werden."
Verschiedene Hersteller wie Sony, LG und Huawei haben Firefox-Handys angekündigt oder bereits lanciert. In Spanien bietet Telefónica das ZTE Open an. Es ist für 69 Euro bei der Tochter Movistar erhältlich. Im Preis ist eine Prepaid-Guthaben von 30 Euro enthalten. Das Gerät ist also deutlich günstiger als Android-Smartphones oder Apples iPhone, ist aber mit einem 3,5-Zoll-Touchscreen mit einer Auflösung von 480x320 und einer Single-Core-CPU auch nicht berauschend ausgerüstet. Demnächst soll die Deutsche Telekom in Polen das Alcatel One Touch Fire (Foto) auf den Markt bringen. (Maurizio Minetti)

Loading

Mehr zum Thema

image

Huawei-Entfernung kostet die USA noch mehr Geld

Für den Abbau von chinesischen Komponenten braucht es laut Behörden weitere 3 Milliarden Dollar. Auch in der Schweiz laufen Bestrebungen für eine Verbannung.

publiziert am 18.7.2022 2
image

Blackberrys Sargdeckel wird zugenagelt

Ende Jahr stellt der kanadische Hersteller seine Unterstützung für seine Blackberry-Geräte ein. Damit werden diese unbrauchbar.

publiziert am 13.10.2021
image

USA erklären 5 chinesische Tech-Firmen zum Sicherheitsrisiko

Die US-Aufsichtsbehörde nennt chinesische Netzwerkausrüster "Bedrohung für die nationale Sicherheit". China warnt vor "ernsthafter Störung" des Handels.

publiziert am 15.3.2021
image

US-Armee kommt nicht von chinesischen Lieferanten los

Eigentlich sollte die ganze US-Regierung China-Produkte loswerden. Aber das Pentagon braucht Ausnahmebewilligungen.

publiziert am 24.8.2020