Google will das Internet schneller machen, Yahoo eine spezielle Musiksuchmaschine aufbauen
Der riesige Suchmaschinen-Anbieter Google verfügt weltweit über tausende von Linuxservern. Diese sollen nun nicht nur für den kostenlosen E-Mail-Dienst Gmail und für das Indexieren und Archivieren von Millionen von Webseiten verwendet werden, sondern auch, um den Zugriff auf Internet-Seiten schneller zu machen.
Dabei wird Google den Internet-Verkehr analysieren und häufig besuchte Webseiten zwischenspeichern. Surfer, die von Googles Internet-Beschleuniger profitieren wollen, müssen eine
kostenlose Software auf ihren Computer laden. Die Software wird dann Anfragen nach unverschlüsselten Internet-Seiten (http, nicht https) über die Computer von Google leiten. Wer die Software von Google benützt, muss sich allerdings im Klaren sein, dass dann nicht nur der eigene ISP (Internet Service Provider), sondern auch Google das Surfverhalten protokolliert.
Google steigt damit in ein weiteres, neues Geschäftsfeld ein. Potentiell gefährlich könnte dies für Akamai werden. Diese Firma unterhält weltweit ein Netzwerk von über 14'000 Servern, auf denen man kostenpflichtig Webseiten zwischenspeichern kann, um sie so den Kunden und Besuchern schneller zugänglich zu machen.
Yahoo bastelt an Musiksuchmaschine
Derweil baut Google-Konkurrent Yahoo an einer Musik-Suchmaschine, wie Cnet News.com heruasgefunden hat. Die Suchmaschine, die "in den nächsten Monaten" öffentlich sein soll, wird Musikfiles nach Stichwörtern (z.B. Interpreten) finden und sie mit Infos von Yahoo Music (wie Plattenbesprechungen) kombinieren. Einen ähnlichen Dienst wird es auch für die Suche nach Filmen geben. (Christoph Hugenschmidt)