Hackerangriff kostet Solarwinds 3,5 Millionen Dollar – bislang

3. März 2021 um 14:55
image

Bereits im letzten Quartal schlug der Supply-Chain-Hack ordentlich zu Buche. Und auch im laufenden Quartal fallen signifikante Kosten an.

Der Supply-Chain-Hack kostete die Firma Solarwinds allein im letzten Quartal 2020 3,5 Millionen Dollar. Dies geht aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens hervor. Das Geld floss unter anderem in die Behebung und Untersuchung des Vorfalls. Weitere Kosten fielen für Rechtsberatung und Dienstleistungen an im Zusammenhang mit dem Ende 2020 bekannt gewordenen Hackerangriffs. 
Auch im laufenden Quartal würden signifikante Kosten anfallen, erklärt das Unternehmen laut 'Bleeping Computer'. Dazu würden unter anderem "Aufwendungen im Zusammenhang mit laufenden und etwaigen neuen Forderungen" gehören sowie Kosten für Untersuchungen und Ermittlungen. Ausserdem erhöhe Solarwinds die Investitionen in die Security.
"Wir erwarten erhöhte Ausgaben für Versicherungen, Finanzen, Compliance-Aktivitäten und die Erfüllung erhöhter rechtlicher und regulatorischer Anforderungen," erklärt der Anbieter weiter. 
Abgeschwächt werde der Verlust durch eine Cybersecurity-Versicherung. Diese decke einen "signifikanten Anteil" der Kosten des Unternehmens, schreibt 'Bleeping'.
Solarwinds ist Gegenstand zahlreicher Gerichtsverfahren, Untersuchungen und Ermittlungen, wie das Unternehmen im Finanzbericht und bei einer Eingabe an die Börsenaufsicht weiter mitteilt.  Untersucht werde der Fall von in- und ausländischen Strafverfolgungs- und weiteren Regierungsbehörden. Auch in der EU läuft demnach eine Ermittlung wegen möglichen DSGVO-Verstössen.
Solarwinds gab Mitte Dezember 2020 bekannt, dass Angreifer in interne Systeme eingedrungen sind und bösartigen Code in den Quellcode der Orion Software Platform und in Builds, die zwischen März 2020 und Juni 2020 veröffentlicht wurden, injiziert haben. Seither werden beinahe tägliche neue Details und Opfer bekannt.

Loading

Mehr zum Thema

image

Commvault setzt auf Cyberresilienz statt Prävention

Beim diesjährigen Commvault Shift in Zürich wurde deutlich, wie stark sich der Fokus der Cybersicherheit verschiebt: weg von reiner Prävention hin zu schneller Wiederherstellung im Ernstfall.

publiziert am 12.5.2026
image

Ivanti-Lücke wird bereits angegriffen

Der Softwarehersteller patcht gleich fünf Schwachstellen. Eine wird aktiv ausgenutzt und ruft Security-Behörden auf den Plan.

publiziert am 11.5.2026
image

Finanzplatz Schweiz schafft Cyber-Krisenstab

Eine neue Krisenkoordinationszelle soll künftig verhindern, dass ein gezielter Cyberangriff auf den Finanzplatz Schweiz weitreichende Auswirkungen haben kann.

publiziert am 11.5.2026
image

Bund wiegelt ab wegen Spam-Attacke auf Waadtländer Parlament

Das Bacs stuft den Angriff als politischen Aktivismus ein. Daten seien keine abgeflossen.

publiziert am 11.5.2026