Der Supply-Chain-Hack kostete die Firma Solarwinds allein im letzten Quartal 2020 3,5 Millionen Dollar. Dies geht aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens hervor. Das Geld floss unter anderem in die Behebung und Untersuchung des Vorfalls. Weitere Kosten fielen für Rechtsberatung und Dienstleistungen an im Zusammenhang mit dem Ende 2020 bekannt gewordenen Hackerangriffs.
Auch im laufenden Quartal würden signifikante Kosten anfallen, erklärt das Unternehmen laut 'Bleeping Computer'. Dazu würden unter anderem "Aufwendungen im Zusammenhang mit laufenden und etwaigen neuen Forderungen" gehören sowie Kosten für Untersuchungen und Ermittlungen. Ausserdem erhöhe Solarwinds die Investitionen in die Security.
"Wir erwarten erhöhte Ausgaben für Versicherungen, Finanzen, Compliance-Aktivitäten und die Erfüllung erhöhter rechtlicher und regulatorischer Anforderungen," erklärt der Anbieter weiter.
Abgeschwächt werde der Verlust durch eine Cybersecurity-Versicherung. Diese decke einen "signifikanten Anteil" der Kosten des Unternehmens, schreibt 'Bleeping'.
Solarwinds ist Gegenstand zahlreicher
Gerichtsverfahren, Untersuchungen und Ermittlungen, wie das Unternehmen im Finanzbericht und bei einer Eingabe an die Börsenaufsicht weiter mitteilt. Untersucht werde der Fall von in- und ausländischen Strafverfolgungs- und weiteren Regierungsbehörden. Auch in der EU läuft demnach eine Ermittlung wegen möglichen DSGVO-Verstössen.
Solarwinds gab
Mitte Dezember 2020 bekannt, dass Angreifer in interne Systeme eingedrungen sind und bösartigen Code in den Quellcode der Orion Software Platform und in Builds, die zwischen März 2020 und Juni 2020 veröffentlicht wurden, injiziert haben. Seither werden beinahe
tägliche neue Details und Opfer bekannt.