Alle Welt, die dazu befähigt ist, arbeitet gerade im Homeoffice. Während also die Nachfrage nach ÖV-Tickets einbricht, erleben die Anbieter von UCC-Lösungen einen regelrechten Boom. Dem Markt wurde allerdings von Marktforschern schon zuvor ein grosses Wachstum bescheinigt.
Aber es gibt auch eine beinahe unübersichtliche Landschaft an Anbietern, vom lokalen Kleinanbieter über den nationalen Telco bis zum alt-ehrwürdigen Telefonie-Konzern. Unter den Providern tummeln sich auch die IT-Schwergewichte Microsoft, Google und Cisco. Und dann gibt es die hippe Slack Technologies.
Mancherorts ist angesichts des neuerlichen Booms Betriebsamkeit ausgebrochen: Microsoft etwa hat Teams neue Funktionen verpasst. Cisco hat kürzlich sein kostenloses Angebot von Webex erweitert. Und Google hat für die bezahlte Version von G Suite kürzlich 5 Millionen Unternehmen als Kunden gemeldet.
Slack knackt derzeit Zeit Haus-Rekord nach Haus-Rekord. Der letzte Stand: Am 25. März waren 12,5 Millionen User zeitgleich aktiv, wie das Unternehmen in einem Blogbeitrag festhält. Offenbar arbeitet man bei Slack Technologies ebenfalls an einem neuen Interface, um die Kunden sichern zu können. Dies berichtet das Digital-Medium
'T3N'.
Zoom drängelt sich mit Video-Konferenzen in den Markt
Der Überraschungsgewinner dürfte Zoom sein. Der Anbieter aus Kalifornien ist derzeit in aller Munde und scheint den grossen Konkurrenten den Rang abzulaufen. Der Nachteil von Zoom im Business-Bereich: Es bietet keine zusätzlichen Tools oder gar eine integrierte Kollaboration-Plattform. Und das dürfte bei den meisten Firmen gerade angesagt sein.
Ausserdem wurde kürzlich bekannt, dass die iOS-App von Zoom Daten mit Facebook teilt, auch wenn man keinen Facebook-Account hat. Dies hat das Medium
'Vice' aufgedeckt. Demnach sendet die App Details wie Nutzungszeitpunkt, Geräte-Modell, Zeitzone, Stadt und Telefonanbieter. Schliesslich erhält das Gerät eine Kennung, damit es gezielt mit Werbung angesprochen werden kann.