IBM lanciert weitere "PureSystems"

9. Oktober 2012, 04:02
  • rechenzentrum
  • ibm
image

"PureData"-Systeme für Transaktionsverarbeitung, Datawarehousing und Echtzeitanalysen.

"PureData"-Systeme für Transaktionsverarbeitung, Datawarehousing und Echtzeitanalysen.
IBM hat seine "PureSystems"-Familie von vorkonfigurierten und auf bestimmte Anwendungen abgestimmten Hardware-/Softwarepaketen um drei neue Modelle erweitert. Diese laufen, obwohl sie aus teilweise unterschiedlichen Technologien und Prozessoren basieren, alle unter der Bezeichnung "PureData". Die drei Modelle sind für Transaktionsverarbeitung, Analyse und Datawarehousing sowie Echtzeitanalyse konzipiert. Alle drei sollen für ihre jeweilige Spezialaufgaben höhere Leistungen bringen und einfacher und schneller aufgesetzt werden können, als aus Standard-Hardware zusammengesetzte Lösungen.
Das PureData System for Transactions soll beispielsweise von Retailern oder zur Verarbeitung von Kreditkartentransaktionen eingesetzt werden. DB2-Datenbanken können laut IBM ohne Veränderung auf diese Appliances migriert werden können, Oracle-Datenbanken ebenfalls ohne oder mit wenigen Anpassungen.
Das PureData System for Analytics ist eine Lösung für klassisches Data-Warehousing und Datenanalysen. Premier Healthcare Alliance, ein Verbund von 2700 US-Krankenhäusern und 90'000 weiteren Dienstleistern aus dem Gesundheitsbereich setzt sie beispieslsweise als Pilotkunde ein, um Patienten- und Krankenhausdaten auszuwerten.
Das PureData System for Operational Analytics bietet zusätzlich die Möglichkeit zur Echtzeitanalyse, zum Beispiel um bei der Verarbeitung von Kreditkarten Betrugsversuche unmittelbar zu erkennen.
Zweimal Xeon, einmal Power
Die drei PureData-Modelle vereinen Server, Speicher- und Netzwerkressourcen und sind jeweils in verschiedenen Grössenvarianten erhältlich. Dem Gedanken der Appliances folgend, bei denen sich Kunden eigentlich kaum Gedanken um die Innereien machen sollten, stellt IBM Harwaredetails weitgehend in den Hintergrund. Erst beim Studium der Datasheets erfährt man, dass sich das Innenleben der drei Maschinen deutlich unterscheidet. Die Transaktionsmaschine beruht auf Intel-Xeon-Bladeservern und Storwize-Storagesystemen, als Betriebssystem wird Red Hat Linux 6 verwendet.
Beim Analytics-Modell, das auf Technologie des von IBM übernommenen Data-Warehousing-Spezialisten Netezza basiert, werden ebenfalls Xeon-CPUs sowie spezielle Field Programmable Gate Arrays (FPGAs) zur Filterung von Daten und Anfragen eingesetzt. Betriebssystem ist Red Hat Linux Advanced Server 5. Beim Modell für Operational Analytics verwendet IBM dagegen Power7-CPUs und die eigene Unix-Variante AIX 7.1. (Hans Jörg Maron)

Loading

Mehr zum Thema

image

Zurich wechselt in die AWS-Cloud

Bis 2025 sollen bei der Versicherung rund 1000 Anwendungen auf AWS migriert werden. Damit will Zurich 30 Millionen Dollar im Jahr sparen können.

publiziert am 31.1.2023
image

Auch bei IBM stehen weltweit Entlassungen an

Der Konzern will rund 4000 Jobs streichen. Betroffen sind diejenigen Bereiche, die nicht in Kyndryl und Watson Health ausgelagert wurden.

publiziert am 26.1.2023
image

IBM-Forscher und Nobelpreisträger Karl Alex Müller gestorben

Der Schweizer ist am 9. Januar im Alter von 95 Jahren gestorben. Vor rund 60 Jahren begann er als wissenschaftlicher Mitarbeiter für IBM zu arbeiten.

publiziert am 17.1.2023
image

Erstes Green-RZ in Dielsdorf live

Ziemlich genau ein Jahr nach der Ankündigung des Metro-Campus wurde das erste Datacenter in Betrieb genommen. Es bietet Platz für rund 80'000 Server.

publiziert am 17.1.2023