IBM: Wir haben dann schon noch Server!

3. Oktober 2014 um 04:52
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Und was für welche, sagt Big Blue. Und startet, kaum ist man das x86-Business los, einen Angriff auf Intel.

Und was für welche, sagt Big Blue. Und startet, kaum ist man das x86-Business los, einen Angriff auf Intel.
Seit vorgestern hat IBM keine x86-Server mehr im Angebot. Wie um zu klar zu stellen, dass man aber weiterhin im Servergeschäft bleibt, hat IBM nun heute eine Welle von neuen, Power8-basierten Servern angekündigt, die ab Ende Oktober erhältlich werden sollen.
IBM verfolgt dabei zwei Ziele. Einerseits soll die Stellung im Mid- und High-end-Unix-Markt gehalten beziehungsweise ausgebaut werden, unter anderem mit den beiden Hochleistungsservern Power 870 und Power 880. Und andererseits nimmt Big Blue mit einer Reihe von kleineren Ein- und Zwei-Sockel-“Scale-Out“-Servern den "Webscale"-Markt ins Visier, also Provider und Grossunternehmen, die grössere Cloud-Infrastrukturen betreiben. Damit greift IBM vor allem seinen bisherigen Chippartner Intel an. Power8-CPUs sollen in diesem Bereich zu einer echten Alternative zu Intels Xeons werden.
Dabei betont IBM insbesondere, dass man diese neuen Server nicht mehr allein entwickelt habe, sondern im Rahmen der OpenPower-Konsortiums zusammen mit mehreren Drittunternehmen. IBM hatte vor rund einem Jahr das Design seiner Power-Chips offengelegt und an Drittunternehmen lizenziert. Die Mitarbeit dieser Drittunternehmen soll nun helfen, die Power-Server stärker zu differenzieren und an bestimmte Arbeitslasten anzupassen.
So war zum Beispiel beim Zwei-Sockel-Server Power S824L Nvidia stark beteiligt. Der Server ist zur Beschleunigung von rechenintensiven Anwendungen mit Grafikchips von Nvidia ausgestattet. Bei der Entwicklung des S822L waren Redis Labs, Canonical und Altera dabei. Dieser soll vor allem für grosse NoSQL-Datenbanken geeignet sein, und dabei bis zu 24 Intel-Server ersetzen.
IBM-Vertreter betonten bei der Vorstellung dieser ersten "offenen" IBM-Server übrigens auch, dass man weiterhin auch Drittunternehmen ermutigen wolle, eigene Power-basierte Server zu bauen. (hjm)
(Illustration: Die neuen Ein- und Zwei-Sockel-Server von IBM)

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