Internet-Verwaltung ICANN erhält mehr Freiheit

1. Oktober 2009, 14:59
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    Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN), eine Art oberste Internet-Behörde, ist seit heute ein bisschen unabhängiger von den USA als bisher.

    Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN), eine Art oberste Internet-Behörde, ist seit heute ein bisschen unabhängiger von den USA als bisher. Die Stiftung, die unter anderem die Vergabe von Domainendungen (wie .com, .ch oder .info) regelt, soll neu nicht mehr dem amerikanischen Heimatministerium unterstellt sein. In einer "Erklärung verbindlicher Vereinbarungen" einigte man sich mit dem Ministerium darauf, dass ICANN ab 1. Oktober durch Vertreter der Regierungen sowie betroffener Interessengruppen und Experten überwacht wird.
    Ganz unabhängig wird die gerne als "Internetbehörde" zitierte ICANN damit allerdings nicht. Mit der Neuregelung verfügt das Handelsministerium zwar nicht mehr über ein Vetorecht, allerdings hat ICANN zugesagt, ihr Hauptquartier auch in Zukunft auf amerikanischem Boden zu belassen und damit weiter der US-Rechtssprechung zu unterstehen. Zudem haben die Amerikaner mit dem IANA-Vertrag noch immer ein Druckmittel in der Hand. Der Vertrag, der noch bis 2011 läuft, regelt das Management der sogenannten Root-Server, die zentrale Komponente der Internet-Adressverwaltung.
    Trotzdem feiert ICANN-Chef Rod Beckstrom die neue Regelung: "Sie erklärt, dass die ICANN unabhängig ist und nicht von einer einzelnen Organisation kontrolliert wird. Sie verpflichtet die ICANN darauf, sich Prüfungen seitens der Internet-Community zu unterziehen
    EU-Medienkommissarin Viviane Reding zeigt sich zufrieden. "Die Unabhängigkeit und Verantwortlichkeit der ICANN sieht auf dem Papier nun schon viel besser aus. Jetzt müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass sie auch in der Praxis funktionieren", so Reding. (bt)

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