Interxion baut schon wieder ein RZ in Zürich

25. November 2020, 16:51
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Interxion investiert viel Geld in Zürich und baut weiter aus. In Glattbrugg entsteht für 200 Millionen Franken der neue Komplex "ZUR3".

Der RZ-Dienstleister Interxion baut seine Fläche in Zürich weiter aus. Der neue Standort ZUR3 werde nach seiner vollständigen Fertigstellung 11'400 Quadratmeter Kundenfläche bieten, teilt er mit. Zum Vergleich: ZUR1 umfasst knapp 7500 und ZUR2, erst kürzlich fertiggestellt, 6300 Quadratmeter Fläche. Laut der 'Handelszeitung' beläuft sich die Investition auf über 200 Millionen Franken.
Der Bau werde in drei Phasen realisiert, schreibt Interxion. Die erste, die voraussichtlich 2900 Quadratmeter bieten werde, soll im zweiten Quartal 2022 eröffnet werden.
Die neueste Erweiterung des Interxion Zürich Campus werde von der gleichen hohen Netzwerkkonnektivität profitieren, die in den dort bereits bestehenden Rechenzentren ZUR1 und ZUR2 verfügbar sei. Die Expansion in Zürich markiere einen wichtigen Meilenstein auf der globalen Roadmap, sagt A. William Stein, Chief Executive Officer der Interxion-Mutter Digital Realty.
Laut dem Factsheet bietet ZUR3 Zugang zu 50+ Carriers/ISPs, direkten Zugang zu den Cloud-Plattformen von internationalen Anbietern wie AWS, Google, Microsoft Azure, Oracle und IBM sowie zu lokalen Clouds. Interxion Zürich beherberge zudem die Netzwerkknoten (PoPs) von Microsoft Azure, AWS und Google Cloud.
Wie aus der Schweizer RZ-Szene zu hören ist, könnte Interxion ein Zuhause von AWS werden. Der Hyperscaler will in der zweiten Jahreshälfte 2022 die neue AWS-Europe-Region "Zurich" in Betrieb nehmen. 
"ZUR3 erfüllt die Anforderungen sowohl unserer lokalen als auch unserer globalen multinationalen Unternehmenskunden und bietet Zugang zu einer dichten Netzwerkanbindung, verfügbarer Leistung und Interkonnektivität mit anderen strategischen europäischen Standorten und wird uns an der Spitze der Schweizer Marktchancen halten", sagt David Ruberg, Chief Executive EMEA Interxion/Digital Realty.
Das neue RZ sei Teil des Fernwärmeprojekts in den Gemeinden Opfikon und Rümlang. Die von ZUR3 erzeugte Wärme werde für die lokalen Haushalte genutzt, schliesst die Mitteilung. 

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